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Frühlingsgewitter brachte Hagel und heftigen Regen

Starke Gewitter und lokal Hagel sind in mehreren Gebieten der Schweiz niedergegangen, am Donnerstag regnete es vor allem in der Westschweiz stark. Notrufe gingen bis am Abend aber nicht ein.

Dagegen gab es am Mittwoch in der Zentralschweiz grosse Schäden. Auch in der Ostschweiz kam es lokal zu Überschwemmungen.

Wie Frédéric Glassey von Meteonews der Nachrichtenagentur sda sagte, regnete es am Donnerstag vor allem in der Ajoie und im Kanton Freiburg zeitweise stark. Unwetter gab es auch im Genferseegebiet. Ein Blitz löste bei St. Prex VD eine technische Störung bei der Bahn aus, wie ein SBB-Sprecher bestätigte.

Auch über dem Vierwaldstättersee-Gebiet gingen am Donnerstagabend laut Glassey Gewitter nieder. Am Mittwoch war die Region Luzern von Hagel heimgesucht worden. Die Schäden durch Hagelschläge waren gross, vor allem an Motorfahrzeugen.

Allein die Allianz Suisse rechnet mit versicherten Schäden von rund 5 Millionen Franken. Bei der Allianz Suisse sind bis am Donnerstagmittag mehr als 200 Schadenmeldungen eingegangen, wie das Versicherungsunternehmen mitteilte. Es rechnet insgesamt mit rund 2000 Meldungen.

Schätzungsweise 80 Prozent der Meldungen entfallen gemäss Mitteilung auf die Region Luzern, die restlichen 20 Prozent auf das Zuger Land und Gebiete am Zürichsee, vor allem im Raum Horgen. Um die Schäden schnellst möglichst begutachten zu können, hat die Allianz Suisse in Ruswil LU ein Hagel-Drive-In eingerichtet, um die Schäden an Autos zu begutachten.

Obwohl es noch früh im Jahr ist, sind auch an landwirtschaftlichen Kulturen Schäden entstanden. Betroffen sein dürften vor allem Raps, Gras, Gemüse und Schnittblumen, wie ein Sprecher von Schweizer Hagel sagte. Die Versicherungs-Genossenschaft rechnet mit 200 Schadenmeldungen und einer Schadensumme von 500'000 Franken.

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