Reckards Ehemann Antonio Basco hatte Medienberichten zufolge das Bestattungsunternehmen gebeten, den Gottesdienst öffentlich anzukündigen, weil er selbst keine Familie hat.

In der Folge wurden Basco rund 10'000 Beileidsbekundungen und mehr als 900 Blumengestecke geschickt. Einige kamen sogar aus Asien, wie die "New York Times" berichtete. Zur Trauerfeier am Freitagnachmittag reisten dann auch Trauernde aus anderen Städten und sogar aus anderen Bundesstaaten nach El Paso. Bei Temperaturen von 38 Grad warteten sie in einer langen Schlange vor dem Gebäude.

Wegen des grossen Andrangs musste der Gottesdienst nach Angaben des Bestattungsunternehmens in eine grössere Trauerhalle verlegt werden. "Das ist unglaublich", sagte Basco unter Tränen in einem von örtlichen Medien verbreiteten Video. Der 61-Jährige war seit mehr als zwanzig Jahren mit Reckard verheiratet.

In El Paso, das an der Grenze zu Mexiko liegt, hatte ein 21-jähriger Weisser am 3. August in einem Einkaufszentrum 22 Menschen getötet. Acht der Todesopfer waren Mexikaner.

Nach seiner Festnahme sagte er nach Angaben der Polizei, der Angriff habe sich gezielt gegen Mexikaner gerichtet. Vor der Attacke hatte er zudem ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer "hispanischen Invasion" warnte.