Am Donnerstag 17. Januar 2013 fanden Angestellte der Spitex ein totes Ehepaar in dessen Wohnung in Bad Zurzach vor. Seither machen in der Gemeinde viele Gerüchte zu den Umständen der beiden Todesfälle die Runde. Der Mann habe die Tat angekündigt. Zudem sei die Frau halbseitig gelähmt gewesen und habe im Rollstuhl gesessen.

«Ich kann bestätigen, dass das Ehepaar tot aufgefunden wurde», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft. Sie bestätigte, dass sich der Mann erhängt habe. Zur Todesursache der Frau wollte sie nichts sagen, es sei aber keine Schusswaffe gebraucht worden. Ausserdem könne eine Dritteinwirkung ausgeschlossen werden.

Spekulationen um tot aufgefundenes Ehepaar in Wohnung in Bad Zurzach

Spekulationen um tot aufgefundenes Ehepaar in Wohnung in Bad Zurzach

Tötungsdelikt wäre möglich

Strebel konnte ein Tötungsdelikt aber weder dementieren noch bestätigen. So sind drei verschiedene Szenarien möglich: Entweder beging das Ehepaar gemeinsam Suizid. Oder die Frau tötete sich selbst und ihr Mann konnte ohne sie nicht leben und tat es ihr gleich. Oder der Ehemann erlöste seine Frau von ihrer Krankheit und begann dann selber Suizid.

«Wir wissen, dass die Frau eine längere Krankheitsgeschichte hat und pflegebedürftig war. Dass sie im Rollstuhl sass, kann ich nicht bestätigen», so Strebel. Man warte nun das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin ab. Dieses soll den Tathergang klarstellen. Bereits klar ist der Zeitpunkt des Todes: Das Ehepaar schied am Donnerstag, an dem die Leichen gefunden wurden, aus dem Leben.