Ein heftiges Unwetter mit starkem Regen und grossen Hagelkörnern hat am Montagabend in den Gemeinden Büsserach und Breitenbach im solothurnischen Schwarzbubenland grossen Schaden angerichtet. Die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) schätzt die Schadensumme auf zwei Millionen Franken.

Man rechne mit 400 bis 600 Schadenmeldungen, sagte SGV-Direktor Alain Rossier im Regionaljournal Basel/Baselland von Radio SRF. Vor allem Dächer, Lamellenstoren und Rollläden sowie Dachfenster seien durch die Hagelkörner beschädigt worden. Das Gewitter sei sehr lokal gewesen. Über dichtbesiedeltem Gebiet wäre die Schadenhöhe einiges höher, meinte Rossier.

Unwetterschäden im Schwarzbubenland

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Die Feuerwehren standen während mehrerer Stunden im Einsatz. «Das Hauptproblem war der intensive Hagel. Die grössten Körner waren drei bis vier Zentimeter gross», berichtet Stephan Henzi, Kommandant der Support-Feuerwehr Breitenbach. Hagelkörner hätten Einlaufschächte verstopft. Dies habe die Entwässerung behindert, sodass Wasser in Liegenschaften geflossen sei. «Primär schaufelten wir die Schächte frei», erklärt Henzi weiter.

Von der Support-Feuerwehr Breitenbach standen bis 40 Leute im Einsatz. Dieser dauerte vom Montag 17.30 bis Dienstag früh um 2 Uhr. Der Feuerwehrkommandant lobt speziell die Zivilpersonen, die durch Eigeninitiative selber etwas unternommen und zur Schaufel gegriffen haben.

Bei der Solothurner Kantonspolizei gingen 14 Meldungen ein. Mit dem Hagel hat es teils auch ziemlich stark geregnet. So mussten verstopfte Dachrinnen befreit und Keller ausgepumpt werden.

Nicht betroffen vom Unwetter war das Baselbiet. Laut Meinrad Stöcklin, Mediensprecher der Kantonspolizei, registrierte diese nicht eine einzige Meldung. Auch sei weder eine Polizeipatrouille noch eine Feuerwehr aufgeboten worden.

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