Die gemessenen PH-Werte seien kritisch für den Fischbestand, teilte die Freiburger Staatskanzlei mit. Für den betroffenen Bach St-Anne wurde eine Überwachung eingerichtet, vor allem um zu verhindern, dass sich die Kalk- und Feinstaubschicht am Bachboden verfestigt.

In ihrer Mitteilung sprach die Staatskanzlei nur von einer Baustelle. Auf Nachfrage bestätigte sie jedoch, dass es sich um die "Nespresso"-Baustelle handelt. Erst vor kurzem hatte der Lebensmittelkonzern Nestlé die Grundsteinlegung für das neue Werk in Romont gefeiert.

Keine Gefahr laut Nespresso

Nespresso widersprach der Darstellung der Staatskanzlei am Abend. Der PH-Wert des Wassers im Bach sei akzeptabel, teilte eine Sprecherin mit. Es bestehe keine Gefahr für Flora und Fauna.

Auch lässt sich laut der Sprecherin nicht sagen, ob es sich bei der Substanz im Bachbett tatsächlich um Kalk- und Feinstaub handelt. Untersuchungen seien noch im Gang. Nespresso treffe sämtliche notwendigen Vorsichtsmassnahmen und lasse die Qualität des Wassers regelmässig untersuchen.

Das neue Nespresso-Werk soll 2015 den Betrieb aufnehmen. Zunächst sollen dort 200 Personen arbeiten, ab 2016 dann 400. Nespresso investiert mehr als 300 Mio. Fr. in Romont.