Der Streit um die richtige Nutzung des Basler Münsterplatzes ist wieder voll entbrannt: Am 11. Mai startet das Kulturfestival «Reinhören». Die Allmendverwaltung hat die Bewilligung erteilt, die benötigten 300 000 Franken sind beisammen.

Organisiert wird der zweiwöchige Anlass ausgerechnet vom Verein «Pro Münsterplatz», der sich bisher gegen Grossevents auf dem Münsterplatz gewehrt hatte. Mit «Reinhören» wolle der Verein aufzeigen, «dass man den Platz auch nutzen kann, wenn man seinen Charakter bewahrt», sagt Präsident Pascal Eisner gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Gleichzeitig kündigt Eisner an, dass sich der Verein gegen ein Public Viewing während der Fussball-Weltmeisterschaft wehren würde. Das Public Viewing an der Europameisterschaft 2008 sei ein «Desaster» gewesen.

Der Verein „Pro Münsterplatz", der vor zwei Jahren gegründet wurde und heute vierzig Mitglieder zählt, beschränkt seine Aktivitäten strikt auf den Münsterplatz. Persönlich ist Eisner aber auch gegen den Rheinuferweg, über den am kommenden 18. Mai abgestimmt wird. Dieser sei „sinnlos und teuer", sagt er der „Schweiz am Sonntag".