Fussball

Wird die Verletztenliste des FC Basel noch länger?

Philipp Degen musste gestern mit einer muskulären Verletzung vom Platz. Auch Fabian Schär und Matías Delgado konnten aufgrund von Blessuren nicht zu ende spielen.

Philipp Degen musste gestern mit einer muskulären Verletzung vom Platz. Auch Fabian Schär und Matías Delgado konnten aufgrund von Blessuren nicht zu ende spielen.

Gestern der starke Auftriitt gegen Valencia, am Sonntag bereits wieder das nächste Spiel. Um 13.45 Uhr empfängt der FCB Zuhause Thun. Welche elf Spieler dabei für den FCB auf dem Platz stehen, ist noch unklar. Die Verletzten-Misere hört nicht auf.

«Nicht auch noch er!», dachten sich gestern viele Fans, als nacheinander Philipp Degen, Matías Delgado und Fabian Schär verletzungsbedingt vom Platz mussten.

Den Baslern fehlten gegen Valencia bereits vier Spieler wegen Verletzungen: Marco Streller, Behrang Safari, Kay Voser und Arlind Ajeti. Fabian Frei kam nur von der Bank, weil er angeschlagen war. Deshalb war die brennendste Frage im heutigen Mediengespräch mit Murat Yakin: Wird die Verletztenliste jetzt noch länger?

«Philipp und Fabian absolvieren heute eine Untersuchung, aber es sollte keine gravierende Verletzung sein. Es ist sicher nichts gerissen», sagt Murat Yakin, Coach des FCB.

Und die nächste gute Nachricht lieferte Yakin gleich nach: Behrang Safari kehrt für Sonntag wieder ins Kader zurück, und Kay Voser trainiert bereits wieder. Und der Schlag, den Matías Delgado gestern abbekommen hat, sollte auch nicht weiter schlimm sein.

Neben Safari kehren ausserdem die gestern gesperrten Marek Suchy und Giovanni Sio ins Team zurück, Fabian Frei wird von Anfang an spielen können. «Mit diesen Spielern habe ich wieder mehr Möglichkeiten. Darüber bin ich sehr froh», sagt ein erleichterter Murat Yakin.

Erklärung fehlt noch immer

Für die Häufung der muskulären Verletzungen hat Yakin noch immer keine plausible Erklärung: «Wir forschen nicht nach der Ursache. Das kann zufällig sein, oder auch am sehr strengen 3-Tage-Rhythmus liegen. Man darf aber nicht vergessen, dass die verletzten Spieler solche sind, die schon immer anfällig für Blessuren waren.»

Gut geschlafen habe Yakin trotzdem. «Ich schlafe eigentlich immer gut», sagt er lachend. Die drei Tore haben dabei sicher geholfen. Und die Tatsache, dass das Team die neue Taktik so gut umgesetzt hat, hat Yakin ein zusätzliches gutes Gefühl gegeben. «Ich kann nicht verstehen, wieso gewisse Leute immer noch behaupten, die Jungs hätten Probleme mit der Flexibilität  und den Änderumgen bei den Formationen.»

Dass alles im Moment so gut läuft, liegt vielleicht auch am Teamgeist, «der momentan sehr gut ist.»

Teamgeist und Zusammenhalt wird es auch am Sonntag (ab 13.45 Uhr) gegen Thun brauchen. Die Gäste werden nicht so mitspielen wie die Valencianos und dadurch keine Räume aufreissen, in denen sich beispielsweise ein Matías Delgado entfalten kann.

Die Stärken von Thun sind es nämlich, nicht viele Chancen zuzulassen, kompakt zu stehen und die Räume eng zu machen.

Um solche Bollwerke zu durchbrechen, braucht es eine gute Moral. Und die wird gut sein. Insbesondere auch, weil die Fans ihr Team wieder im Stadion anfeuern dürfen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1