Es war ein unruhiger Winter für die Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz. Die FCB-Verantwortlichen wickelten zehn Transfergeschäfte ab. Mit Alexander Fransson, Andraz Sporar und Renato Steffen fanden drei talentierte Fussballer den Weg ans Rheinknie.

Den Zuzügen stehen sieben Abgänge gegenüber. Darunter Namen wie Yoichiro Kakitani, Zdravko Kuzmanovic, Mohammed Elneny oder Shkelzen Gashi. Qualität eben. «Es waren einige Wechsel mehr als gedacht», erklärt Heusler. Der Präsident offenbart, dass einige Abgänge nicht vorgesehen waren: «Elnenys Transfer war nicht geplant.»

Dazu gehören auch jene von Gashi und Kuzmanovic. Letzterer habe sich selbst zu sehr unter Druck gesetzt, erklärt Heusler. Kuzmanovic wollte der Kopf der Mannschaft sein, eine Vorbildfunktion einnehmen, dirigieren.

Dass es in der Hinrunde nicht so kam, ist bekannt. Obwohl der Verein Geduld signalisierte, strebte der Mittelfeldspieler eine Luftveränderung an. «So ist es nun halt», befindet Heusler.

Gashis USA-Abenteuer

Auch Shkelzen Gashi war erleichtert, als es mit dem Wechsel in die Major League Soccer zu den Colorado Rapids klappte. Aus Sicht des Vereins habe Gashi zwar «nicht wenig gespielt». Doch Gashis Ansprüchen reichte dies nicht.

Der sensible Offensivmann wollte eine neue Herausforderung. Als bekennender USA-Fan versucht er sich nun in der MLS. «Wäre alles super toll gewesen, hätte er keinen Wechsel forciert», stellt Sportchef Heitz klar.

Präsident Heusler verweist gleichzeitig darauf, dass es Fluch und Segen sei, so viele Nationalspieler in einem Kader zu haben. «Es kommt vor, dass man da bei begrenzter Einsatzzeit auf wenig Toleranz trifft.» Die Winterabwanderer sind aber kein neues Phänomen: Im vergangenen Winter verliessen mit Marcelo Diaz, Serey Die und Giovanni Sio ebenfalls drei Nationalspieler den Klub.

Positiver Fischer

Mit den Neuzugängen Fransson, Sporar und Steffen ist man im St. Jakobs-Park aber sehr zufrieden. Auch Trainer Urs Fischer sendet positive Signale: «Die Neuen fühlen sich wohl.»

Für ihn ist auch klar, dass der Konkurrenzkampf trotz den Abgängen nicht an Intensität verloren hat. «Wir haben immer noch 26 talentierte Spieler im Kader.» Egal mit welchen Spielern, das Ziel ist klar: die Meisterschaft.