Wahlen 2019

Ausgangslage im Kanton Neuenburg – verdrängen die Grünen den einzigen Kommunisten im Nationalrat?

Vier Vertreter stellt der Kanton im Nationalrat.

Vier Vertreter stellt der Kanton im Nationalrat.

Die SVP steht im Kanton Neuenburg vor einer schwierigen Wahl. Wer profitiert, ist offen.

Im Kanton Neuenburg gibt es ein Unikum: Denis de la Reussille politisiert seit vier Jahren im Nationalrat. Er ist der einzige Vertreter der Partei der Arbeit überhaupt. Doch sein Sitz wackelt. Die Grünen könnten ihn erobern. Für die Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat würde dies freilich kaum einen Unterschied machen. De la Reussille gehört der Fraktion der Grünen an. Vier Vertreter stellt der Kanton im Nationalrat. Nebst dem Kommunisten tritt auch Philippe Bauer (FDP) nochmals an. Jacques-André Maire (SP) und Ex-SVP-Mann Raymond Clottu beenden ihre Karriere in Bundesbern.

Die SVP will ihren Sitz mit einem alten Bekannten zurückholen: Yvan Perrin. Er musste jedoch 2014 wegen eines Burn-outs und Alkoholproblemen als Regierungsrat zurücktreten. Dass er den SVP-Sitz retten könnte, gilt mehr als fraglich. Offen ist, ob es der FDP gelingt, den SVP-Sitz übernehmen. Auch der linke Block strebt einen Sitzgewinn an.

Wie im Kanton Jura wählt Neuenburg seine Standesvertreter im Proporzverfahren. Die beiden amtierenden Ständeräte treten nicht mehr an. Die Auguren gehen davon aus, dass FDP und die SP ihre Sitze verteidigen können. Nationalrat Philippe Bauer ist so gut wie gewählt. Spannender ist die Ausmarchung bei der SP. Auf der Liste treten Silvia Locatelli und Martine Docourt Ducommun an. Wer mehr Stimmen macht und ins Stöckli einziehen wird, ist offen

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