Basler Fasnacht

Die Basler Stadtreinigung sammelt fast 250 Tonnen Fasnachts-Abfall ein

Nach dem Ändstraich fahren die Putzmaschinen auf.

Nach dem Ändstraich fahren die Putzmaschinen auf.

Die Basler Stadtreinigung hat während der Fasnacht wiederum einen Grosseinsatz geleistet: Entsorgt wurden insgesamt 248,58 Tonnen Fasnachtsabfälle, wie die das Bau- und Verkehrsdepartement am Donnerstag mitteilte.

Aadie, Frau Fasnacht! Si isch verbyy! Die drey scheenschte Dääg sind fürs Jahr 2014 schon wieder passé. Der letzte Akt dieses farbenfrohen und prächtigen Spektakels ist über die Bühne gegangen. Schön wars, wie allewyyl. Manch ein Fasnächtler wird das eine oder andere Tränli verdrückt haben.

Nicht Grund zur Traurigkeit, sondern viel mehr Grund zur Freude hatten die Kantonspolizei und die Sanität Basel. Ganz nach dem diesjährigen Motto «Gäll, blyb suuber» verlief die Fasnacht vergleichsweise – und auch überraschenderweise – ruhig.

Langweilig wurde es den im Einsatz stehenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aber trotzdem nicht. Die Polizei musste bei drei Tätlichkeiten und sechs Schlägereien eingreifen. Nicht der Faust eines Kontrahenten, sondern dem Alkohol zum Opfer gefallen sind zwei Personen, die ihren Rausch auf dem Polizeiposten ausschlafen mussten.

Übermässiger alkoholischer Konsum war auch die Ursache der meisten der insgesamt 38 Einsätze der Sanität. Ebenfalls vorübergehend bei der Polizei befanden sich insgesamt 26 Kinder, die ihre Eltern oder die zuständige Person in der Druggede verloren hatten. Gestohlen wurden lediglich fünf Larven und elf andere Gegenstände, abgeschleppt 10 Autos und 147 Velos.

Grund für die kleine Anzahl an Vorfällen dürfte das traumhafte Wetter sein, mit dem die Fasnächtler an allen drei Tagen verwöhnt wurden. Im Vergleich zu vergangenen Jahren bestand nicht die Gefahr, auf Glatteis oder sonstigen nassen Flächen auszurutschen, die die Strassen bedeckten. Letztere wurden vielmehr von riesigen Räppli-Bergen gesäumt. Die Stadtreinigung musste knapp 250 Tonnen Fasnachtsabfälle beseitigen - dies entspricht zirka einer Tonne pro Mitarbeiter.

Bei Regen wäre das Gewicht um einen Faktor von schätzungsweise 1,6 höher gewesen. Ganze 100 Fahrzeuge nahmen die finale Reinigung am Donnerstagmorgen ab 4 Uhr in Angriff. Während die letzten Klänge durch die Gassen hallten, wuschen die Reinigungsequipen mit vereinten Kräften, Besen und Baggern, Schaufeln und Säcken die letzten Spuren des bunten Treibens weg und läuteten den Alltag wieder ein.

Räppli erinnern uns noch lang

Ganz aus den Köpfen und von den Strassen verschwindet die Fasnacht aber nicht. Neben vielen Eindrücken sorgen auch vereinzelte liegen gebliebene Räppli, die auch Monate nach der Endreinigung noch das Strassenbild verzieren, dafür, dass wir uns die nächsten 345 Tage lang an die vergangene Fasnacht erinnern. Und dann gibt es ja wieder neue Räppli.

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