Als «Sonnyboy» und früheren «Lebenskünstler» bezeichnete az-Sportjournalist Ruedi Kuhn den neuen Trainer des FC Aarau in der Sendung «TalkTäglich».

Livio Bordoli, ein Draufgänger, der sich in einer wilden Nacht ein Tattoo stechen lässt? Oder ist der Delfin an seinem Hals vielleicht das Souvenir einer verlorenen Wette?

«Ich war jung», antwortet Bordoli, von der «Tele M1»-Redaktorin auf die Tätowierung angesprochen.

Er gibt zu: Ein solches Tattoo würde er sich jetzt nicht mehr stechen lassen. Aber eine Dummheit sei das nicht gewesen – vielmehr habe ihm der Delfin bisher Glück gebracht. «Es gibt beklopptere Tattoos.»

«Dank meiner Tochter bin ich ruhiger geworden»

Bordoli, der Lebemann, sei jetzt «gefestigt», weiss Fussball-Experte Kuhn.

Das bestätigt der neue Trainer der Aarauer auch im «Tele M1»-Interview. Grund dafür ist seine erste Tochter (seine Frau erwartet derzeit das zweite Kind). 

«Vor der Geburt meiner Tochter war ich vielleicht etwas emotionaler», sagt Bordoli. «Als sie auf die Welt gekommen ist, bin ich ruhiger geworden. Bin ich nervös und sehe meine Tochter, ist alles wie weggeblasen. Ich liebe meine Tochter über alles.»

«Ich kann nicht ohne meine Familie sein», sagt der Tessiner weiter. Ob diese in den Aargau zügelt, verrät er ebenfalls im Interview:

Livio Bordoli, neuer FCA-Trainer: Der Vertrag ist unterzeichnet. Der neue Trainer stellt sich vor und steht für den Fokus Rede und Antwort. Zieht er nach Aarau? Wie wird er trainieren? Und was hat er mit Delphinen am Hut?

In der Sendung «Fokus» am Mittwochabend stellte sich Livio Bordoli auch privaten Fragen. Sehen Sie hier die ganze Sendung.

«Dein Trikot muss schmutzig sein oder gar voller Blut»

Aber dennoch, sein Rezept für den sofortigen Wiederaufstieg der Aarauer zeugt von einem harten Kerl: «Dein Trikot muss schmutzig sein oder gar voller Blut – dann weisst du, dass du alles gegeben hast. Das ist mein Motto.»

Bevor er in zwei Wochen das erste Training leiten wird, gönnt sich Bordoli eine Woche Ferien in Spanien.

Obwohl: «Ein Trainer hat keine Ferien. Ich werde bestimmt ab und zu mit Sportchef Urs Bachmann telefonieren.» Seine Familie habe es aber auch verdient, dass er es mit ihr geniesse. (smo)

FC Aarau: Wie will man den sofortigen Wiederaufstieg schaffen?

«Bordoli war ein Wunschkandidat»

Darüber waren sich az-Sportjournalist (l.) und FCA-Vize Roger Geissberger (Mitte) in der Sendung «TalkTäglich» am Dienstagabend einig.