Nach dem 1:0 im Rückspiel gegen Lech Posen schaut der ganze FC Basel nun gespannt nach Nyon. Am Uefa-Hauptsitz wird am Freitagmittag der FCB-Gegner in den Champions-League-Playoffs ausgelost. Der FCB ist von den zehn Mannschaften in den Playoffs mit Abstand jene mit dem höchsten Koeffizienten, gilt also als gesetzt.

Mögliche Gegner sind: Maccabi Tel Aviv (Israel), Partizan Belgrad (Serbien), FK Astana (Kasachstan), Malmö (Schweden) und Skenderbeu Korce (Albanien). Das schwerste Los wäre wohl Maccabi, an das der FCB zwar positive Erinnerungen hat, sich jedoch in der Saison 2013/14 sowohl in der Champions-League-Qualifikation als auch in den Europa-League-Sechzehntelfinals jeweils nur knapp durchsetzte.

Trainer Fischer ist jeder Gegner recht

Trainer Urs Fischer freute sich nach dem Weiterkommen gegen Posen, dass der FCB im Herbst sicher in einer Gruppenphase spielen wird (Anm. d. Red.: Sollte der FCB in den Champions-League-Playoffs ausscheiden, darf er an der Europa-League-Gruppenphase teilnehmen).

Wen er sich aus dem Quintett der möglichen Playoff-Gegner wünscht, wollte oder konnte Fischer nicht verraten: «Ob lange Anreise oder kurze Anreise, ob Osteuropa oder Westeuropa – wen wir in die Gruppenphase wollen, müssen wir jede Hürde überspringen. Ich denke jetzt aber nur an das Spiel am Samstag in Luzern!»

War der FCB durch die gute Ausgangslage gehemmt?

Dafür sagte Fischer etwas zur biederen Leistung seiner Mannschaft im Rückspiel gegen Posen. «Das war verhalten. Im Hinspiel war das 3:1 ein zu grosser Lohn. Doch statt befreit haben wir mit angezogener  Handbremse gespielt.» Warum? Am Druck des FCB-Umfelds, das die Champions-League-Qualifikation erwartet, lag es gemäss Fischer nicht: «Den genauen Grund zu nennen, ist schwierig.»

So wie der Trainer sieht es auch die Mannschaft: «Direkt nach dem Spiel war der Tenor in der Kabine klar: Die Jungs waren happy über das Weiterkommen, aber nicht mit der Art und Weise.» Eigentlich, so Fischer, habe Lech genau so gespielt, wie dies der FCB tun wollte. «Aber wir haben heute gesehen: Eine gute Ausgangslage wirkt nicht immer befreiend, sondern kann auch hemmen.»