Gut gelaunt, gelöst und auskunftfreudig - so zeigte sich Paulo Sousa als Cheftrainer der AC Fiorentina heute im Vorfeld des Spiels gegen seinen Ex-Klub, den FC Basel. Über diesen hatte der Portugiese, der noch bis letzten Sommer in Diensten der Basler stand, nur gute Worte übrig. «Ich habe mit Basel wunderschöne Momente erlebt.» Und er freue sich sehr, all die Menschen, die er bei FC Basel hatte kennenlernen dürfen, wieder zu sehen. 

Doch seinen Abgang bereunen? Nein, das tue er nicht. «Ich bin kein Mensch, der Dinge bereut. Ich will mich immer verbessern. Aber ich bin sehr froh, beim FC Basel Trainer gewesen zu sein. Es war eine wunderschöne Zeit.»

In Italien habe er sich eingelebt und sei sehr gut empfangen worden. «Wenn man einiges von Fussball versteht, dann wird man in Italien gut aufgenommen.» Hilfreich sind für Sousa, der vor seinem Amtsantritt übel beschimpft wurde, weil er eine Vergangenheit bei Fiorentinas Erzrivale Juventus Turin hat, die guten Resultate. Momentan auf dem dritten Platz in der Liga, war die AC Fiorentina zeitweise und das erste Mal nach sieben Jahren gar Tabellenführer und konnte das grosse Inter Mailand beispielsweise mit 4:1 besiegen. 

In der Europa League hingegen ist es nicht so rosig verlaufen für ihn. Gegen den FCB muss er morgen (19 Uhr) gewinnen, will man sich die Chance auf ein Weiterkommen wahren. «Das wird mit Sicherheit ein schweres Spiel. Der FC Basel ist ein Verein, der in den vergangenen Jahren sowohl in der Liga als auch europäisch immer gut gespielt hat.»

Ausserdem sei Urs Fischer schon während Sousas Zeit in der Schweiz immer der Trainer gewesen, der seinem Team habe Schwierigkeiten bereiten können. «Aber ich gehe mit einer positiven Einstellung in dieses Spiel.»