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Paulo Sousa schickt Liebesgrüsse aus Florenz

Das Wiedersehen mit Paulo Sousa findet bereits im September statt.

Das Wiedersehen mit Paulo Sousa findet bereits im September statt.

In der Europa League kommt es zum Wiedersehen zwischen dem FC Basel und Paulo Sousa. Einige Fans blicken dem Zusammentreffen mit dem Ex-Trainer skeptisch entgegen, doch Urs Fischer findet für den Portugiesen nur lobende Worte.

Es ist ja nicht so, dass die Basler Paulo Sousa viele Tränen nachweinen. Der Portugiese hatte wie seine Vorgänger zwar sportlichen Erfolg. Doch menschlich begegneten sie dem Portugiesen im und um den Klub mit Argwohn. Und als er nach nur einem Jahr mit dem erzwungenen Abgang nach Florenz seine wahren Absichten hinter dem Engagement in Basel offenbarte, war das Tischtuch zerschnitten: Sousa sah im FCB nicht mehr als ein Sprungbrett, das ihn so schnell wie möglich in eine grosse Liga spicken sollte.

Von Wut bis Freude

So waren die Meinungen gespalten, als gestern Mittag Sousas Fiorentina in die Europa-League-Gruppe I des FCB gelost wurde. Die Reaktionen der Fans gingen von «diesem Sousa zeigen wir es aber», über «schlimmer gehts nimmer» bis zu «ein Wiedersehen mit Freunden».

Wiedersehen. Das Wort kann getrost als Motto verwendet werden, unter dem die Auslosung für den FCB stand. Noch kürzer zurück als das Adieu von Sousa liegen die zwei Spiele gegen den weiteren Gruppengegner Lech Posen: Ende Juli gewann Rot-Blau in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation zwei Mal gegen die Polen. Und mit Lissabon, Heimat des dritten Gruppengegners Belenenses, verbinden den FCB die Erinnerungen an die zahlreichen Duelle mit Benfica und Sporting.

Traumstart in Florenz

Zurück zu Sousa: Er mag in Basel viele vergrault haben, sein Nachfolger hingegen sendet Liebesgrüsse nach Florenz. Urs Fischer: «Wenn wir uns wiedersehen, werde ich Paulo gerne nochmals danken für die Arbeit, die er hier geleistet hat.» Er habe vom Portugiesen ein funktionierendes Team übernommen, «ein Zeichen für die exzellente Arbeit meines Vorgängers».

Bereits kurz nach der Unterschrift beim FCB habe er sich per Mail bei Sousa gemeldet und von diesem wertvolle Informationen über die Mannschaft erhalten. Und als sich Sousa letzte Woche das Heimspiel des FCB gegen Maccabi Tel Aviv im Joggeli anschaute, sei es im Voraus zu einem herzlichen und tollen Treffen gekommen.

Als Trainer von Thun sei ihm, so Fischer, die physische Präsenz von Sousa und die taktische Flexibilität des FCB aufgefallen. Etwas, was Sousa nun auch in Florenz praktiziert: Wild gestikulierend am Spielfeldrand führte er die «Viola» zu beeindruckenden Testspielsiegen gegen Barcelona und Chelsea und gewann das erste Ligaspiel gegen die AC Milan mit 2:0.

Gelingt es Sousas Mannschaft, die Form zu konservieren, geht sie am 17. September als Favorit ins Heimspiel gegen den FCB. So oder so – Fischers Ziel ist klar: «Wir wollen in der Europa League überwintern. Nur zum Tschüttelen treten wir nicht an.»

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