Meisterfeier

So etwas wie ein Sättigungsgefühl gibt es nicht

Zum sechsten Mal in Serie durften die Spieler des FC Basel ihren Fans den Meisterpokal auf dem Balkon des Stadtcasinos präsentieren. Trotz der inflationären Menge an Titelgewinnen, ist kein bisschen Sättigung wahrzunehmen.

An zwei Händen abzählen kann Marco Streller sie nicht mehr: Die Anzahl Gelegenheiten die er hatte, um sich von den Fans auf dem Barfüsserplatz feiern zu lassen. Und trotzdem: Der Captain wirkt jedes Mal aufs neue berührt und dankbar für die positiven Emotionen, die ihm und seinem Team in dieser Stadt entgegenschweben.

Heute Morgen, kurz nach halb 2 Uhr, durfte Streller erneut den Meisterpokal auf dem Balkon des Stadtcasinos in die Höhe stemmen. Geprägt von all den Erfahrungen, die er in den Jahren in Basel machen durfte, war ihm die Wehmut deutlich vom Gesicht abzulesen. Auf dem Höhepunkt zu gehen: Das ist etwas, was die meisten Sportler planen - aber kaum einer durchzusetzen vermag. Streller hat es vollbracht. Er hat es geschafft, just an jenem Moment abzutreten, an dem ihm diese fussballverrückte Stadt mit all ihren Poren zu Füssen liegt. 

Völlig zurecht galt die grösste Aufmerksamkeit an der gestrigen Party dem Captain, der eine Ära geprägt hat. Aber auch die anderen Spieler durften sich feiern lassen. Wo einer geht, springt ein anderer in die Bresche. Sinnbildlich verdeutlicht wurde dies in der gestrigen Partie gege St. Gallen: Als Torschütze Streller vom Feld ging, kam Albian Ajeti ins Spiel und reihte sich ebenfalls unter die Torschützen ein. Es sind Hoffnungsschimmer, die zeigen, welch ungeschliffenen Juwele in der Nachwuchsabteilung des FC Basel zu finden sind.  Juwele, die in den nächsten Jahren geformt werden und vielleicht irgendwann einmal auch als Legenden gehen. Genau so wie Marco Streller dies heute getan hat. Adiee Pipi! (agt)

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