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Streller weg, Frei weg: Wer wird nun neuer FCB-Captain?

Streller weg, Frei weg: Wer wird nun neuer Captain des FC Basel?

Streller weg, Frei weg: Wer wird nun neuer Captain des FC Basel?

Nach dem Abgang von Fabian Frei wird die Captain-Frage beim FC Basel völlig neu lanciert. Wer wird Nachfolger von Marco Streller? Wir testen die Anwärter auf Herz und Nieren.

Die Ausgangslage war klar: Bleibt Fabian Frei in Basel, wird er der Nachfolger von Marco Streller. Frei, die grösste verbliebene Persönlichkeit im aktuellen rot-blauen Team.

Nach dem Transfer des 26-Jährigen zu Mainz (Erlös für den FCB: ca. 4 Millionen Franken) ist indes alles anders. Der neue Trainer Urs Fischer muss in den kommenden Tagen (vielleicht sogar Stunden) einen neuen Captain bestimmen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Nachfolgend eine kurze Übersicht zu den Kandidaten.

Tomas Vaclik: Der Torhüter hat sich in Basel prächtig eingelebt und als Nachfolger von Yann Sommer sofort bewährt. Das war nicht einfach. Vaclik hat die Aufgabe mit Bravour geleistet, ist ein offener Zeitgenosse, der jederzeit klare Erklärungen abliefern kann - gegen innen und aussen. Was spricht gegen ihn? Höchstens, dass er noch nicht Deutsch spricht.

Marek Suchy: Schon etwas länger in Basel als Vaclik. Aber von Natur aus eher ein wenig zurückhaltender. Spricht ebenfalls noch kein Deutsch. Ist aber im Gegensatz zu Vaclik Feldspieler - es gibt Trainer, die das Captainamt nicht an den Torhüter vergeben möchten. Falls das Fischer auch so sieht, könnte dies Suchys Chance sein. Zumal er auf dem Platz zu den absoluten Leadern gehört nach den Abgängen von Streller, Schär und Frei.

Walter Samuel: Marco Streller hat gefordert, den Vertrag mit dem ehemaligen Champions-League-Sieger zu verlängern - also hat es der FCB getan. Seine Aura, seine Erfahrung, seine Professionalität, all das spricht für ihn. Aber kommt er auch auf genügend Einsatzminuten, so dass seine Wahl zum Captain gerechtfertigt wäre? Es ist zu bezweifeln.

Luca Zuffi: Nicht viele hätten ihm zugetraut, dass er sich so schnell als Stammspieler etabliert. Er ist zwar eher zurückhaltend veranlagt, aber das muss nicht heissen, dass er dem Captainamt nicht gewachsen wäre. Im Gegenteil. Er spricht Deutsch. Er kennt Trainer Fischer bereits aus Thuner Zeiten. Und er wird nach dem Abgang von Frei im Mittelfeld mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die wichtigste Figur. Es wäre ein smarter Zug von Fischer, den Sohn der Basler Legende Dario Zuffi zum Captain zu befördern.

Matias Delgado: Natürlich, seine Verdienste für den FCB bleiben unvergessen. Aber: Er wird nicht jünger. Er wird nicht schneller. Er wird nicht torgefährlicher. Und seine Einsatzzeit wird nicht grösser. Etwas gar viel Risiko.

Philipp Degen: Es wäre eine riesige Ehre für den verdienten Rechtsverteidiger. Er wird alles daran setzen, zu einem letzten Steigerungsanlauf anzusetzen, auch wenn die Konkurrenz durch den Transfer von Michael Lang noch einmal grösser geworden ist. Vielleicht würde das Captainamt sein manchmal etwas gar impulsives Gemüt etwas zügeln.

Was denken Sie? Wer soll neuer FCB-Captain werden? Machen Sie mit bei der Umfrage.

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