FC Basel

Urs Fischer vor Lugano-Spiel: «Den Breel kann man schon noch fordern»

Ob Breel-Juwel morgen Samstag im Tessin zum Einsatz kommen wird, ist noch offen.

Ob Breel-Juwel morgen Samstag im Tessin zum Einsatz kommen wird, ist noch offen.

Der FC Basel versucht morgen beim Auswärtsspiel in Lugano, den Fokus aufs Kerngeschäft in der Schweiz zu legen – doch die Champions-League-Millionen lauern im Hinterkopf. Die Aufstellung ist noch nicht klar.

«Wir dürfen nicht zu ängstlich sein in Lugano», erklärt FCB-Trainer Urs Fischer am Freitagmittag im Basler St. Jakob-Park. Dieser Satz bezieht er nicht auf möglichen Respekt vor dem kompromisslosen Offensivspiel, das seine Mannschaft im Tessin antreffen wird, sondern auf den eigenen Umgang mit dem Spielermaterial.

In Basel will man nicht an Maccabi denken – auch, was die Aufstellung vom Samstag betrifft. Urs Fischer versucht deshalb, das Augenmerk auf das Kerngeschäft in der Super League zu lenken. Das nehme in der Mannschaft nicht jeder gleich auf. Doch Fischer schiebt nach, dass es legitim sei, die Gedankenspiele um das Champions-League-Playoff nicht ganz unterdrücken zu können.

Tessiner Offensivwut

Gleichzeitig zollt Fischer dem diesjährigen Aufsteiger den branchenüblichen Respekt: «Lugano ist eine Mannschaft, wo man die Handschrift des Trainers klar erkennen kann.» Er meint damit die spektakuläre Offensivwut, die Zdeněk Zeman bislang an jeder seiner Wirkungsstätten etabliert hat. «Da geht die Post ab», versichert Fischer.

Doch auch die Tessiner Vollgas-Mentalität habe keinen Einfluss auf die Taktik des Serienmeisters. Das Spielzepter beansprucht der Branchenprimus für sich. «Schnell umschalten nach Ballgewinn und in der Defensive keine Räume gewähren», so die Direktive Fischers. Mit welcher Formation Urs Fischer am Samstagabend (Anpfiff 17.45 Uhr, Cornaredo) dies umsetzen will, lässt der 49-Jährige noch offen. 

Delgado fehlt in Lugano

Feststehen die Absenzen von Zdravko Kuzmanović (angeschlagen), Marc Janko (Zerrung), Ivan Ivanov (Aufbautraining) und Matias Delgado (Rippenprellung). Für den Österreicher Janko wird eine Heilungsdauer von zehn Tagen prophezeit, deshalb wird er in Tel Aviv mit Sicherheit fehlen. Langzeitausfall Ivanov befinde sich derweil auf einem erfreulichen Weg der Besserung: Er spielte vergangenes Wochenende 45 Minuten lang ohne Beschwerden im U21-Team des FCB. Die Verantwortlichen räumen ihm aber zusätzliche Zeit ein.

Angesprochen auf ein mögliches Startelf-Debüt von Jean-Paul Boëtius entgegnet Fischer knapp: «Alles ist möglich.» Es wird zur Rochade kommen, Fischer jedoch will sich alles offen halten. Realistisch scheint auch eine Chance für Sturm-Talent Albian Ajeti. Zudem will Fischer im Cornaredo trotz Berücksichtigung des Playoff-Rückspiels einen Einsatz von Wirbelwind Embolo nicht ausschliessen: «Den Breel kann man schon noch ein bisschen fordern.»

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