FC Basel

Zahlenspiele beim FCB: Verletztenliste verlängert und Marktwert verdoppelt

Urs Fischers Fokus liegt klar auf der Europa League. Vor dem Spiel gegen Posen geben aber noch andere Themen zu reden.

Urs Fischers Fokus liegt klar auf der Europa League. Vor dem Spiel gegen Posen geben aber noch andere Themen zu reden.

Der FC Basel spielt morgen gegen Lech Posen sein erstes Heimspiel in der Europa League. Urs Fischer muss auf viele verletzte Spieler verzichten - und die Liste wird immer Länger. Dafür kann sich ein Spieler über einen persönlichen Erfolg freuen.

Nicht schon wieder. Diesen Gedanken hatten wohl der eine oder andere, als Losfee Alex Frei am 28. August Lech Posen der Europa-League-Gruppe des FC Basel zuloste. Nicht schon wieder die Polen, gegen die man bereits in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation gespielt und sie mit dem Gesamtskore von 4:1 aus der Champions League und in die Europa League geschossen hatte.

Und genau dort trifft der FC Basel morgen Donnerstag um 19.05 Uhr (verfolgen Sie das Spiel bei uns im Liveticker) in seinem ersten Heimspiel in der diesjährigen Europa-League-Kampagne auf Posen. Und auch wenn zwischen den letzten beiden Spielen und jenem von morgen nur knapp zwei Monate liegen, hat man das Gefühl, der FCB treffe auf ein komplett anderes Team. Ende Juli traf man auf ein Team, das als polnischer Meister als gefährlicher Gegner eingestuft wurde.

Heute steht Posen am Tabellenende der polnischen Ekstraklasa, hat sieben von zehn Meisterschaftsspielen verloren und gerade einmal 6 Tore erzielen können. Somit ist zumindest auf dem Papier klar, dass das Spiel für den FCB ein Selbstläufer werden sollte. Oder?

Chefcoach Urs Fischer sieht das anders. «Wenn man nur auf die Tabelle schaut, befindet sich Lech nicht in einer guten Phase. Aber man macht es sich zu einfach, wenn man nur auf den Platz in der Tabelle schaut.»

Denn in jenen Meisterschaftsspielen, die Fischer sich angesehen hat - und dies waren laut seiner Aussage diverse - war Lech alles andere als schlecht. «Sie waren spielbestimmend und hatten genügend Chancen, um zu gewinnen. Am Ende fehlte einfach das Wettkampfglück.»

Deshalb habe man bei der eigenen Matchvorbereitung auch versucht, die Tabellenposition der Polen gar nicht anzusprechen. «Wir werden das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gab genug Warnungen», sagt Fischer und spricht damit auch die beiden Spiele aus der Champions-League-Qualifikation an, die der FCB rein resultatmässig deutlicher für sich entscheiden konnte als es effektiv war.

Vier bis sechs Wochen Pause für Hoegh

So sehr Fischer auch versuchte, über das Spiel von morgen zu reden – das wirklich grosse Interesse galt einem anderen Thema: den Verletzten. Insbesondere jenen, die sich muskuläre Verletzungen zugezogen haben. Während Zdravko Kuzmanovic, Marc Janko und Philipp Degen sich bereits wieder von ihren erlittenen Muskelproblemen erholt haben, fallen momentan Matías Delgado, Adama Traoré, Jean-Paul Boëtius und seit neustem auch noch Daniel Hoegh mit muskulären Beschwerden aus. Hoegh zog sich seinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich im Spiel gegen Lugano zu und wird vier bis sechs Wochen fehlen. Ausserdem fehlt auch noch Behrang Safari verletzungsbedingt, nähert sich aber langsam dem Mannschafttraining wieder an.

Die immer länger werdende Verletztenliste ist für Fischer ein Thema, über das er nicht gerne redet - und bei dem er vor allem keinen Schuldigen finden will. Auch nicht auf Nachfrage. «Es ist doch relativ einfach: wir hören auf zu trainieren und zu spielen, dann gibt es keine Verletzten mehr.» Ändern könne man an der momentanen Situation ohnehin nichts, die Mannschaft sei aber ob der vielen Ausfälle nicht verunsichert.

Millionen für Megatalent

Verunsicherung ist zurzeit wohl auch ein Fremdwort für Breel Embolo. Der 18-jähirge FCB-Stürmer macht mit seinen konstant starken Leistungen grosse Verein auf sich aufmerksam. Glaubt man deutschen Medien, wollen ihn unter anderem der VfL Wolfsburg als auch Borussia Mönchengladbach unbedingt verpflichten. Eins ist aber sicher: Billig wird das nicht. Embolo konnte seinen Marktwert in den letzten Monaten von 8 auf 16 Millionen Euro verdoppeln (!), wie transfermarkt.de berechnet hat. Mit einer guten Leistung gegen Lech Posen kann er seinen gestiegenen Marktwert morgen gleich beweisen.

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