«Es wird etwas schwieriger für Bern, nein zu sagen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht», gab sich Rudolf Dieterle optimistisch. Als Projektkoordinator Bahnknoten Basel ist er für das Herzstück Regio-S-Bahn zuständig – die unterirdische Verbindung von Bahnhof SBB und Badischen Bahnhof durch die Basler Innenstadt.

Dieterle stellte den «Sachstand» des Milliardenprojekts am Freitag auf der Plenarversammlung des trinationalen Districtsrats in Saint-Louis vor. Vorentscheidungen zu zentralen Punkten wie Linienführung und den Anschlüssen der Bahnhöfe sollen bis spätestens Ende Juni vorgestellt werden, im dritten Quartal 2017 beginnt die Vernehmlassung. Definitive Antworten wollte Dieterle am Freitag noch nicht geben: «Ich könnte, aber ich will den Projektgremien nicht vorgreifen», sagte er.

Nichtsdestotrotz gaben die offenen Fragen und möglichen Antworten, die er skizzierte, eine Ahnung, in welche Richtung die Reise geht. «Die Probleme liegen bei den Bahnhöfen – wie werden sie betrieben und wie kommen wir dort an?», betonte er. Für den Bahnhof SBB könnte ein Tiefbahnhof zwischen Passerelle und Margarethenbrücke zu liegen kommen.

Auch mit der geplanten neuen Personenunterführung West beim Bahnhof SBB haben sich die Planer auseinandergesetzt. «Es ist ernüchternd. Es gibt relativ wenig Platz, um sie an die städtischen Infrastruktur anzubinden. Die Frage ist, wie man den Knoten Markthalle dann umgestaltet», so Dieterle.

Probleme bei Ringbahn

Eindeutig geklärt ist, dass das Herzstück durch Basels Mitte führen muss. Zu Ringlösungen, die regelmässig wieder vorgebracht werden, sagte er: «Der grosse Nachteil ist, dass sie nur zu Spitzenzeiten frequentiert werden. Sonst gibt es riesige Auslastungsprobleme.»
Untersucht worden ist auch, wie das Herzstück für die Nutzung durch den Fernverkehr ausgestaltet sein müsste. Deutlich aber sei, dass nur Bestellungen für die S-Bahn vorliegen.