Coronavirus - Schweiz
Die Skigebiete in Graubünden offen - aber mit Alkoholverbot

Die Skigebiete im Kanton Graubünden bleiben über die Feiertage offen, sofern sich die epidemiologische Lage und die Spitalkapazitäten nicht massgeblich ändern. Ein Alkoholverbot soll bewirken, dass es weniger Unfälle gibt.

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Die Bündner Skigebiete sind über die Festtage geöffnet. Neu beurteilen will die Kantonsregierung die Situation am 29. Dezember 2020.

Die Bündner Skigebiete sind über die Festtage geöffnet. Neu beurteilen will die Kantonsregierung die Situation am 29. Dezember 2020.

KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Derzeit sind die Fallzahlen mit der Coronavirus-Verbreitung im Kanton stabil. Regierungsrat Marco Caduff (CVP) sprach aber am Montag in Chur vor den Medien von einer "hochdynamischen Lage", die täglich neu beurteilt werden müsse.

Die grossen Skigebiete in den Kanton Graubünden, Wallis und Bern sind somit über die Festtage geöffnet. Demgegenüber stellen die Bergbahnen namentlich in der Zentral- und Ostschweiz den Betrieb wegen der Corona-Pandemie ein.

Laut Regierungsangaben verfügen die Regionalspitäler im Kanton Graubünden über ausreichend Kapazitäten zur Behandlung von Personen, die an Covid-19 erkrankten als auch von Personen mit Sportverletzungen. Ohne massgebliche Änderung der Situation wird die Regierung am 29. Dezember 2020 neu entscheiden.

Kein Ausschank von Alkohol

Die Bündner Bergbahnen sind sich gemäss Regierung der besonderen Lage bewusst und bereit, Einschränkungen der maximalen Personenzahl in den Skigebieten hinzunehmen, etwa die Begrenzung des Verkaufs von Tageskarten. Damit die Spitäler und insbesondere deren Intensivstationen nicht zu schnell belegt sind, müssen die Skigebiete Massnahmen zur Reduktion von Unfallrisiken ergreifen.

Dazu gehört, dass der Ausschank und der Konsum von Alkohol in den Skigebieten verboten wird. Die Behörden stützen sich dabei auf das Epidemiengesetz des Bundes. Die Bergrestaurants sind ohnehin geschlossen. Somit dürfen vor allem Take-aways keinen Alkohol abgeben.

Weiter bereitet sich auch der Kanton Graubünden intensiv darauf vor, ab dem 4. Januar mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus starten zu können. Laut Gesundheitsdirektor Peter Peyer (SP) einigten sich die Ostschweizer Kantone auf einen Impfbeginn am 4. Januar 2021. Zuerst würden mobile Teams die Menschen in den Alters- und Pflegeheimen impfen.

Bis die Bevölkerung "im grossen Stil" geimpft werden könne, daure es noch einige Monate. Peyer betonte, dass es keine Impfpflicht gebe. Für die Bevölkerung sei die Impfung kostenlos.