Terror in Istanbul
Erdogan: Attentäter in Nachtclub wollte Chaos verbreiten

Mit dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub hat der Attentäter nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan "Chaos" verbreiten wollen.

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Präsident Erdogan: "Sie wollen die Moral unseres Landes zerstören." (Archivbild)

Präsident Erdogan: "Sie wollen die Moral unseres Landes zerstören." (Archivbild)

KEYSTONE/AP/LEFTERIS PITARAKIS

"Sie wollen die Moral unseres Landes zerstören und Chaos verbreiten, indem sie mit diesen schändlichen Angriffen gezielt Zivilisten attackieren", erklärte Erdogan am Sonntag.

Die Türkei sei aber entschlossen, "den Kampf gegen den Terror" fortzusetzen und alles Notwendige für die Sicherheit der Bürger zu unternehmen.

Bei dem Anschlag auf den Nachtclub "Reina" waren in der Neujahrsnacht mindestens 39 Menschen getötet worden, darunter mindestens 15 Ausländer. Dutzende weitere wurden verletzt, einige davon schwer.

Terroranschlag im Nachtklub Reina in Istanbul: Mindestens 39 Menschen sterben, Dutzende werden verletzt.
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Mindestens ein Attentäter verschaffte sich in der Silvesternacht gewaltsam Zutritt zum Club Reina in Istanbul. Dort schoss er wahllos um sich.
Terror-Anschlag in Istanbuler Nachtclub Reina in Neujahrsnacht
Der Istanbuler Club Reina liegt direkt am Bosporus, kurz hinter der ersten Brücke über die Meerenge. Er liegt zudem im schicken Ausgehviertel Ortaköy. Er ist einer der grössten und berühmtesten in der türkischen Millionenmetropole.
Am Sonntagmorgen, 1. Januar, war der Täter flüchtig. Augenzeugen berichteten allerdings von mehreren Tätern.
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Aussenminister Didier Burkhalter hat nach dem Angriff in Istanbul in der Silvesternacht seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu seine Betroffenheit ausgedrückt. Ob Schweizer unter den Toten oder Verletzten sind, war am Sonntagmorgen noch nicht klar.
Sicherheitskräfte riegeln den Bereich vor dem Nachtklub nach der Tat ab.
Der Morgen danach: Ein Polizist an der Strasse, an der sich der Nachtklub Reina befindet.
Der Klub Reine liegt direkt am Bospurus.
Mehrere Gäste sollen sich mit einem Sprung ins Wasser gerettet haben.
Am Morgen danach ist die Trauer bei Angehörigen der Todesopfer gross.
Angehörige trauern an einem Sarg um eines der Todesopfer.
Angehörige trauern an einem Sarg um eines der Todesopfer.
Menschen leben Blumen nieder für die Todesopfer.
Die türkische Polizei veröffentlicht am 1. Januar Bilder des mutmasslichen Terroristen.

Terroranschlag im Nachtklub Reina in Istanbul: Mindestens 39 Menschen sterben, Dutzende werden verletzt.

AP

Laut Innenminister Süleyman Söylu war der Attentäter am Sonntagvormittag weiter auf der Flucht. Der direkt am Bosporus auf der europäischen Seite der Metropole gelegene Club ist bei türkischen Prominenten sowie ausländischen Touristen beliebt.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Im vergangenen Jahr hatten sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die kurdische Extremistengruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) schwere Anschläge in Istanbul verübt.

Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden in der Hauptstadt Ankara am Samstag acht mutmassliche IS-Mitglieder unter dem Verdacht festgenommen, einen Anschlag zu Silvester geplant zu haben.