erstes Gespräch
Parmelin unterhält sich mit dem neuen US-Aussenminister über die bilateralen Beziehungen

Am Dienstag hat sich Bundespräsident Guy Parmelin erstmals offiziell mit einem Mitglied der neuen Regierung von Präsident Joe Biden unterhalten. Das Gespräch mit Aussenminister Tony Blinken sei «erfreulich» verlaufen, sagte Parmelin anschliessend.

Renzo Ruf aus Washington
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Tony Blinken, neuer US-Chefdiplomat.

Tony Blinken, neuer US-Chefdiplomat.

Keystone

Kurz und knapp. So lässt sich die schriftliche Stellungnahme des Aussenministeriums in Washington umschreiben, mit der das erste Gespräch zwischen dem neuen amerikanischen Chefdiplomaten Tony Blinken und dem Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin zusammengefasst wurde. Das Gespräch, das gemäss Blinken-Sprecher Ned Price am Dienstag stattgefunden haben soll, habe sich vornehmlich um die «starken politischen und wirtschaftlichen Beziehungen» zwischen den beiden Staaten gedreht. Betont worden seien dabei der Multilateralismus, die Menschenrechte, der Klimawandel und die globale Gesundheit, heisst es in der Stellungnahme aus Washington. Ausdrücklich habe Blinken, ein enger Vertrauter von Präsident Joe Biden, Parmelin auch für die Guten Dienste der Schweiz in Iran gedankt.

Das Gespräch war wohl die erste offizielle Unterhaltung zwischen einem Bundesrat und einem Mitglied der neuen Regierung in Washington. Das Wirtschaftsdepartement in Bern bestätigte in einem Tweet, dass die Unterhaltung stattgefunden habe. Parmelin habe mit Blinken über «die künftige Zusammenarbeit unserer Länder sowie die Aufgabe, neben und nach der Pandemie einen wirklich nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung zu lancieren» gesprochen. Die Unterhaltung sei «erfreulich» verlaufen, schrieb der Bundespräsident.

Für die Schweiz ist es ein gutes Zeichen, dass Blinken derart schnell das Gespräch mit Bundesbern suchte -- ist er doch erst seit gut einer Woche im Amt. Die Liste seiner bisherigen Telefonate zeigt, dass die Schweiz auch nach dem Regierungswechsel in Washington immer noch Zugang zum Machtzentrum besitzt. So tauschte sich Blinken in den vergangenen Tagen mit Amtskolleginnen und Amtskollegen in Neuseeland, der Ukraine, Schweden, Italien oder mit dem Präsidenten von Afghanistan aus. Bisher noch ausstehend sind Gespräche mit Regierungsvertretern in Jerusalem oder Peking.