Waldbrände
Russland kämpft weiter gegen schwere Waldbrände

Mit Löschflugzeugen und tausenden Feuerwehrleuten kämpft Russland weiter gegen schwere Wald- und Torfbrände in Sibirien. Im von extremen Smog betroffenen Gebiet Tomsk sei die Lage unter Kontrolle, sagte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow der Agentur Interfax zufolge.

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Menschen schützen sich im Sommer 2012 vor dem Smog der Torfbrände um Moskau (Archivbild)

Menschen schützen sich im Sommer 2012 vor dem Smog der Torfbrände um Moskau (Archivbild)

Keystone

Demnach lichtete sich dort der Dunst mit dem brenzligen Geruch, der bei vielen Menschen Atembeschwerden verursachte. Die Stadt Omsk dagegen meldete am Sonntag dichten Smog, der zu Behinderungen am dortigen Flughafen führte.

Auf dem wegen schlechter Sicht durch den Qualm tagelang gesperrten Flughafen in Tomsk landeten indes erstmals wieder Flugzeuge, wie Medien berichteten. Allerdings stünden in den sibirischen Regionen wegen Hitze und Trockenheit immer noch zehntausende Hektar Waldfläche in Flammen.

Feuer breiten sich aus

Allein im Gebiet Tomsk, rund 3500 Kilometer östlich von Moskau, brannten demnach bei insgesamt 34 Einzelfeuern rund 100 Quadratkilometer Fläche - das entspricht etwa der Grösse von Paris. Das sei eine Zunahme von rund 15 Prozent im Vergleich zum Samstag, teilte das örtliche Zivilschutzministerium mit. Es bestehe allerdings keine Gefahr für bewohnte Orte, hiess es.

Russland erlebte 2010 die bislang schwersten Wald- und Torfbrände seiner Geschichte. Die Regierung hatte die neuerlichen Waldbrände in Sibirien als ernst bezeichnet und auch von Toten gesprochen, nannte aber keine Details.

Kein Brandschutzkonzept

Umweltschützer warfen der Führung in Moskau vor, über kein wirksames Brandschutzkonzept zu verfügen. Der Kreml habe nichts aus der Katastrophe vor zwei Jahren gelernt, kritisierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

2010 verloren viele Menschen durch die Feuerwalze ihre Wohnungen, Dutzende kamen in den Flammen ums Leben. Auch das Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau versank damals wochenlang in einem dichten Smog durch die im Umland brennenden Torffelder.