Apropos

Aber die Polizei macht ja nichts

Frau beklagt sich über Raser – und fährt selbst gerne mal zu schnell. (Symbolbild)

Frau beklagt sich über Raser – und fährt selbst gerne mal zu schnell. (Symbolbild)

«Das ist die Höhe. Diese verd . . . Abzocker. Jetzt habe ich letzte Woche schon 40 Franken bezahlt, und jetzt haben sie mich wieder geblitzt. Diesmal kostet es 120 Franken.» Die Frau redet sich in Rage: «Sollen die doch besser am Bahnhof in Aarau oder in Lenzburg die Asylanten kontrollieren. Wahnsinn, was sich dort mittlerweile rumtreibt», sagt sie. Aber nein, fährt sie weiter, die Polizei müsse halt Einnahmen generieren und deshalb unbescholtene Schweizer Bürger abstrafen.

Die Asylbewerber hingegen, legt die Frau jetzt richtig los, würden von der Polizei in Ruhe gelassen: «Die können Drogen verkaufen und Frauen belästigen, da schaut die Polizei weg. Aber wenn ich es einmal eilig habe, weil ich meine Kinder ins Training oder in die Schule fahren muss, dann sind sie da, diese Wegelagerer.»

Die Stammtischrunde nickt. Auch jener, der nur zu Fuss oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, weil ihm wegen Raserdelikten und Trunkenheit am Steuer der Führerschein entzogen worden ist. Ich frage die Frau, warum sie ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringe, sie hätten ja nicht weit. «Du weisst, wie gefährlich der Schulweg ist, weil bei uns im Dorf so gerast wird», sagt sie. Sie habe schon oft reklamiert, aber die Polizei mache ja nie Radarkontrollen.

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