Ein Flughafen in der Stadt ist wenige Male im Jahr wirklich praktisch, aber viel häufiger eine Zumutung.

Nicht nur wenn die Fluglotsen ausser Rand und Band sind und deswegen Chaos herrscht, so wie jetzt gerade, sondern auch ganz generell. In Zürich sind ob des nahen Airports ganze Vororte praktisch unbewohnbar.

Dagegen liegt der Flughafen in München zwar weiter draussen – allerdings ist er so schlecht angebunden, dass die Fahrt mit der S-Bahn in die City länger dauert als der Flug ab Zürich. Ein Konzept, das jedem passt, gibt es freilich nicht.

Oder doch? Oslo hatte bis Ende der 80er ein ähnliches Problem wie Zürich, dann wie München. Und dann hat man es einfach gelöst. Die Norweger haben ihren Flughafen kurzerhand 50 Kilometer weit aus der Stadt verbannt und einen Schnellzug eingerichtet, der innert 20 Minuten ins Zentrum rast.

Überhaupt scheinen die Norweger einiges richtig zu machen. Während sich vor dem Hinflug im Chaos von Zürich rote Köpfe in Warteschlangen drängen, läuft vor dem Rückflug in Oslo entspannt der Wimbledon-Viertelfinal von Roger Federer. Das Bier dazu kostet 15 Franken. Doch die zahlt man in dem Fall noch so gern.