Astronautin wolle sie werden, verkündete mir die Siebenjährige, während wir am Feuer sassen und unseren Schoggi-Bananen beim Brutzeln zuschauten. Die selbst gebastelten Lichterschiffli trieben irgendwo weit hinten auf der Aare, Bier und Citro machten die Runde, die Stimmung war feierlich, die Gedanken waren überall, aber sicher nicht bei der Arbeit.

«Und was willst du einmal werden?», fragt die Siebenjährige wie aus dem Nichts. Ich sei Journalist, antwortete ich. Das seien jene, die jeden Tag die Zeitung füllten. «Und was schreibst du?» Nun, jeden Tag über etwas anderes. Mal über Menschen, die komische Dinge tun, mal über Länder, die ganz weit weg sind, mal über Dinge, die mich aufregen, erklärte ich der Siebenjährigen.

«Und wie machst du das?» Lesen, Telefonieren und selber hingehen und mit den Menschen sprechen, erklärte ich und fischte die Schoggi-Bananen aus der Feuerglut. «Dann musst du auch Astronaut werden. Von der Rakete aus siehst du die ganze Welt. Dann weisst du alles», sagte die Siebenjährige.

Gar nicht so schlecht, der Vorschlag, dachte ich. Nicht primär weil mir der Überblick fehlen würde, sondern weil ich zuweilen staune, mit welchen vermeintlichen Nichtigkeiten wir uns in den Niederungen dieser Erde aufhalten. Vielleicht gäbe einem so ein Flug ins All die nötige neue Perspektive. Schade nur, dass es im All keine Schoggi-Bananen gibt.