Die Wirtschaft startet mit Schwung ins neue Jahr. Dies gilt insbesondere für die Nordwestschweiz, wie eine Umfrage der Schweizerischen Nationalbank zeigt. Angetrieben von einer starken Konjunktur in den USA und in Europa, rechnen Prognostiker im kommenden Jahr mit einem Wachstum von rund 2 Prozent in der Schweiz.

Doch längst nicht alle profitieren von diesem Aufschwung. Das abgelaufene Jahr wird wirtschaftlich gesehen leider auch aufgrund markanter Arbeitsplatzverluste in Erinnerung bleiben. Allein in der Nordwestschweiz haben die vier Firmen General Electric, Novartis, Roche und Rockwell den Abbau von 2500 Stellen bekannt gegeben.

Hier tut sich also ein Widerspruch auf, der aber nur bedingt einer ist. Denn trotz der Entlassungen hat sich die Arbeitslosenquote auf tiefen 3 Prozent eingependelt. Dies hat auch damit zu tun, dass Abbaumassnahmen medial eine viel stärkere Wirkung entfalten als neu geschaffene Stellen.

Dennoch wird es auch im neuen Jahr zu weiteren harten Stellenkürzungen kommen – der starken Konjunktur zum Trotz. Die Wirtschaft ist einem steten Wandel unterworfen, die Digitalisierung verschärft diesen noch. Gleichzeitig bleibt der Druck der Kapitalgeber der Firmen hoch, die Kosten zu senken, um so noch höhere Gewinne herauszuholen. Damit werden in der Schweiz auch weiterhin vor allem jene Jobs unter Druck stehen, die andernorts ähnlich gut, aber weit günstiger erledigt werden können. Somit ist es bis zum nächsten rigo- rosen Stellenabbau leider nur eine Frage der Zeit.