Apropos

Einfach mal kein Arschloch sein

Leise daheim, laut im Internet! Der gemeine Social-Media-Troll.

Leise daheim, laut im Internet! Der gemeine Social-Media-Troll.

Wie man mit Social-Media-Trollen umgeht? Indem man sie «füttert» – mit dem richtigen Satz.

Sie schreiben hochemotional, greifen an, schlagen unter die Gürtellinie. Interesse, auf Argumente einzugehen? Nicht vorhanden. Der gemeine Social-Media-Troll sucht mit seinen Kommentaren auf Facebook, Twitter und unter Online-Artikeln vor allem eins: Aufmerksamkeit. Und um diese zu erlangen, ist ihm jedes Mittel recht.

Als Social-Media-Redaktorin und Kolumnenschreiberin dieser Zeitung habe auch ich es mit Trollen zu tun. Der Umgang mit ihnen ist einfach: Ihre Kommentare werden gelöscht. Denn während Trolle in der Welt der Märchen herrschende, laute Wesen sind, ist die Stimme des gemeinen Social-Media-Trolls in der Welt des Digitalen eine von vielen und ziemlich machtlos.

In der Kommentar-Kakofonie verschaffen sie sich nur dann Gehör, wenn sie provozieren und verletzen. Die Vermutung liegt nahe, dass Social-Media-Trolle in der Welt des Realen wenn, dann nur leise «trollen». Im Netz suchen sie einen Resonanzraum, in den sie umso lauter hineinschreien können.

Manchmal tun sie mir leid. Ist es nicht frustrierend, wenn einem nur dann jemand zuhört, wenn man gemein ist?

Darum mein Tipp an alle Trolle da draussen, die mit ihrer Wut unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen versuchen: Seid einfach mal kein Arschloch. Dann braucht ihr auch nicht so zu schreien.

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