Kommentar

Jetzt gilts ernst

An den Gletschern wird in der Schweiz der Klimawandel sichtbar. (Symbolbild)

Der Klimawandel ist eine Tatsache. Nun gilt es, auf die Worte Taten folgen zu lassen.

Die Schweiz lebt wie alle Industriestaaten in gefährlicher Abhängigkeit von fossiler Energie. Es macht in vielerlei Hinsicht Sinn, diese zu verringern. 

Wenn es gelingt, nützt das auch dem genauso dringlichen Klimaschutz. Soweit herrscht mehr oder weniger Einigkeit. Doch wie sollen diese Ziele erreicht werden?

Der Verbrauch sinkt nicht einfach, weil neue Autos und Kühlschränke sparsamer sowie neue Häuser besser gedämmt sind. Solche Effizienzgewinne schenken zwar ein. Doch gleichzeitig wächst die Bevölkerung, wir leisten uns immer mehr Wohnfläche und Mobilität pro Einwohner.

Allen Lippenbekenntnissen zum Trotz fliegen wir sorglos in der Welt herum – und sei es für einen chicken Wochenendtrip nach New York. Motto: Wegen mir allein kippt das Klima gewiss nicht.

Wenn es uns nicht nur in Meinungsumfragen ernst ist mit Energieeffizienz, Klimaschutz und einer möglichst nachhaltigen Energieversorgung, müssen wir mehr dafür tun. Die Regierung legt jetzt eine Reihe von Vorschlägen im Gebäudebereich auf den Tisch.

Einige tun kaum weh. Etwa der längerfristige Abschied von Elektroboilern – zumal deren Alternative sogar günstiger ist.

Andere Vorschläge werden heftigen Widerspruch ernten. Von links wird der Ruf kommen, neue Ölheizungen zu verbieten. Von rechts dürfte etwa die verlangte erneuerbare Eigenenergieproduktion in Neubauten bekämpft werden.

Wir kommen aber nicht darum herum, uns mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen, und uns auf die wirksamsten und kostengünstigsten Lösungen zu einigen, um die Ziele zu erreichen. Denn es ist uns ja ernst mit dem Klimaschutz – oder?

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