Tiefkühlpizza oder ein Salat mit Pouletstreifen? Diese Frage stellt sich so oder ähnlich vielen, die sich auf dem Heimweg für ein Nachtessen mit wenig oder viel Kalorien entscheiden müssen. Eigentlich ist den meisten die Antwort auf diese Frage klar. Braucht es auf den Lebensmitteln also wirklich eine Ampel, die anzeigt, was gesund oder unausgewogen ist?

Die Ampel hat etwas Zwiespältiges. Der gesunde Menschenverstand und ein Blick auf die schon heute vorhandenen Angaben zu Kalorien, Fett und Zucker müssten an sich ausreichen. Gleichzeitig schadet eine einfache Orientierungshilfe sicher nicht, denkt man nur an unsere von Hektik geprägten Essgewohnheiten. Schnellverpflegung über den Mittag und Fertiggerichte am Abend sind die Stichworte dazu.

Allerdings ist es fraglich, wie lange wir noch über das Für und Wider einer Lebensmittelampel streiten werden. Wie es scheint, nehmen uns die grossen Nahrungsmittelkonzerne diese Debatte ab. Sie schaffen mit ihrem Entscheid zugunsten der Ampel schlicht und einfach Fakten. Folgen weitere Firmen dem Beispiel von Nestlé und Danone, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die hiesigen Detailhändler und Lebensmittelproduzenten nachziehen müssen.

Gerade Coop und Migros dürften sich diesem Sog nicht entziehen können. Nur allzu oft schmücken sie sich sonst mit Labels in Sachen Bio oder tierfreundliche Haltung. So gesehen, werden die beiden beim Ampel-Trend kaum abseitsstehen können.