Kommentar

Soziale Medien: Die digitalen Rechte des Einzelnen sind zu stärken

Wer wacht über die Einhaltung der Regeln, wie sie auch in der realen, analogen Welt gelten?

Wer wacht über die Einhaltung der Regeln, wie sie auch in der realen, analogen Welt gelten?

Der Facebook-Chef wirbt für seine Ideen, wie soziale Netzwerke reguliert werden sollen. Doch die EU will sich nicht reinreden lassen.

Facebook erlaubt es seinen Nutzern, sich mit einem Klick zu vernetzen. In dem sozialen Netzwerk kann jeder eine Gruppe gründen und sich mit Gleichgesinnten vereinen. Jeder kann Verleger sein und Nachrichten generieren. Traditionelle Hierarchien werden aufgebrochen. Es ist eine schöne neue Welt.

Aber die scheinbar grenzenlose Freiheit birgt Gefahren. Wer wacht über die Einhaltung der Regeln, wie sie auch in der realen, analogen Welt gelten? Wer ist Herr der Filter, die die Nachrichtenauswahl steuern? Was geschieht mit unseren Daten?

In Kombination mit künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennungssoftware laufen die sozialen Netzwerke ausserdem Gefahr, zu riesigen Überwachungsmaschinen zu werden. Man muss nicht paranoid sein, um dieses Potential zu erkennen. Ein Blick nach China genügt.

Die Digitalisierung fordert den Gesetzgeber, in neues Terrain vorzustossen. Die Herausforderung: Das Gleichgewicht von individueller Freiheit und Sicherheit zu gewährleisten. Konkret heisst das: Die digitalen Rechte des Einzelnen sind zu stärken.

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