Viele offizielle Abkürzungen des Bundes sind kinderleicht. Jan. steht für Januar, Dep. für Departement (kein akustisches Missverständnis), SNB für Schweizerische Nationalbank. Bisweilen produziert der Staat aber veritable Knacknüsse – etwa in der Buchstabenkombination Buku.

Buku? Was wohl damit gemeint ist? Bundeskultur? Bundeskunst? Bundeskurier? Oder romantisch: Bundeskuss? Nein, nichts von alledem. Die vier Buchstaben stehen für die staatskundliche Broschüre «Der Bund kurz erklärt».

Dumm nur: Der Bundesrat foutiert sich selber um seine Losung. So will er in Buku auch künftig nicht auf eine knappe Darstellung der einzelnen Ämter verzichten, wie er in der Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss festhält. Mit diesem wollte der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz den Bundesrat «unverzüglich auffordern», die «Staatsgewalten künftig wieder in den richtigen Proportionen» darzustellen. Rutz hat nachgezählt: 36 Seiten nehmen Verwaltung und Bundeskanzlei in Buku für sich in Anspruch, während dem Parlament in der aktuellen Ausgabe bloss 16 Seiten eingeräumt werden. Auf eine Abbildung und die namentliche Nennung der Ratsmitglieder wird seit einigen Jahren verzichtet, kritisiert Rutz.

Immerhin will der Bundesrat jetzt über die Frage diskutieren, ob die Amtsdirektoren auch weiterhin mit Foto in der Broschüre gezeigt werden sollen. Vielleicht wäre es an der Zeit, eine neue Abkürzung einzuführen: Äaa – Ämter ausufernd ausgebreitet.