Das ist spannend: Ein Forschungsteam des Desert Research Institute in Nevada hat im Packeis von Grönland Spuren von Emissionen identifiziert, die interessante Rückschlüsse auf Blüte und Verfall des Römischen Reiches zulassen. Grundlage dazu war ein Eiskern, der herausgebohrt wurde und rund 2000 Jahre alt ist. So konnten die Forscher etwa feststellen, dass die Römer in Minen Gold, Silber und Kupfer schmolzen. Die dabei entstandenen Russpartikel gelangten bis in die Arktis, wo sie in Schneeflocken niedergingen und im Eis eingeschlossen wurden. 

So weit, so beeindruckend. Aber man mag sich lieber nicht vorstellen, was heutzutage mit Schneeflocken abgelagert und im Eis festgehalten wird beziehungsweise würde. Wegen der Klimaerwärmung werden unsere Nachfahren möglicherweise gar kein Packeis mehr für die Analyse unseres heutigen Tuns zur Verfügung haben. 

Forscher in einer weit entfernten Zukunft werden selbstverständlich trotzdem ihre Tätigkeitsfelder haben. Anstatt Packeis werden sie einfach in Bodenproben auf Spuren von Gift stossen. Sie werden in Wasserproben eine schwer erklärbare Anreicherung der Weltmeere mit Kunststoffen feststellen. Und sie werden in tiefen Gesteinsschichten auf unnatürlich strahlendes Material stossen. Sofern es dann noch Forscher gibt.