Café Fédéral

Wenn wir uns was wünschen dürften, dann diese Vorsätze der Bundesräte fürs neue Jahr

Viele gute Ideen für den Bundesrat: Das könnte er doch 2021 mal angehen. (Archivbild)

Viele gute Ideen für den Bundesrat: Das könnte er doch 2021 mal angehen. (Archivbild)

Die Aussage dürfte in Bundesbern dem einen oder anderen ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert haben: Guy Parmelin, der diesjährige Bundespräsident, will die Kommunikation in der Krise verbessern, wie er in einem Interview sagte. Ausgerechnet Parmelin! Er gilt, um es diplomatisch auszudrücken, nicht gerade als der begnadetste Kommunikator, den die Schweiz je gesehen hat. Andererseits: Was ist besser, als optimistisch und mit ambitionierten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten?

Seine Bundesratskollegen könnten sich daran ein Vorbild nehmen. Verteidigungsministerin Viola Amherd etwa könnte den Vorsatz fassen, die Armee endlich zur besten der Welt zu machen, wie es ihr Vorvorgänger Ueli Maurer wollte. Das Ziel von Maurer wiederum, inzwischen Finanzminister, ist klar: Der Schuldenberg soll nicht so hoch werden, «dass er schneesicher ist». Zu hoffen ist indes, dass er sich auch vornimmt, weniger faule Sprüche zu reissen.

Neue Appelle könnte sich derweil Umwelt- und Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga ausdenken – ein ambitionierter Vorsatz, zugegeben. Schliesslich gibt es nach ihrem «Die Welt brennt» und «Es ist fünf vor zwölf» nicht mehr viel Steigerungspotenzial, schon gar nicht bei den abgekupferten Sprüchen. Immerhin: Ihre Kernbotschaften formulierte sie als Bundespräsidentin stets so einfach, dass es jeder verstand – und immer brav dreisprachig. Das muss ihr Parmelin erst mal nachmachen.

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