Glosse

Wir haben die Warterei satt: Schickt Aargauer Stimmenzähler in die USA!

Noch immer sind zehntausende Stimmen in den USA nicht ausgezählt.

Noch immer sind zehntausende Stimmen in den USA nicht ausgezählt.

Niemand zählt Stimmen schneller als die Aargauer. Nun werden sie in den USA gebraucht. Sie sollen in Las Vegas humanitäre Hilfe leisten. Eine Glosse.

Wie lange sollen wir noch warten? Wie lange dauert es noch, bis die sechs saumseligen amerikanischen Gliedstaaten sich bequemen, ihre Resultate der Präsidentschaftswahlen bekanntzugeben? Wie lange sollen wir noch auf der sogenannten Magic Wall des Senders CNN den Bezirk Maricopa in Arizona anschauen, wo die Resultate nur tröpfchenweise eintreffen? Was ist los in Nevada? Sind die Stimmenzähler in einer achtstündigen Znünipause? Das Warten ist zermürbend.

Präsident Trump gibt haarsträubende Erklärungen ab. Das ist zwar nichts Neues, aber nun scheint er derangierter als gewöhnlich.

Die Trödelei muss ein Ende haben. Die Lösung liegt auf der Hand: Niemand zählt so schnell Stimmen aus wie die Aargauer. Ratzfatz tragen sie die Wahlzettel ab. Ob persönlich abgegebene Liste, ob Briefstimme – in den Aargauer Wahllokalen wird nicht gebummelt.

Schon mehrmals rügte der Bund die Gemeinden dieses Kantons, weil sie an Wahlsonntagen ihre Resultate vorzeitig bekanntgaben. Darum sollten die USA nun ein Flugzeug chartern. Die Maschine bringt eine Gruppe Aargauer von Kloten nach Las Vegas. Sie leisten vor Ort humanitäre Hilfe.

Schon wenige Stunden nach der Landung gäbe es in Nevada keinen Wahlzettel mehr, der nicht erfasst worden wäre. CNN könnte endlich Resultate verkünden statt nur Zwischenstände. Die ganze Welt würde aufatmen.

Nach getaner Arbeit dürften die Aargauer zur Belohnung in Las Vegas zum Black Jack ins Casino. Blöd wäre nur, wenn die Rettungsequipe nach der Rückkehr in die Schweiz zehn Tage in Quarantäne müsste. Die Aargauer warten nicht gerne.

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