Regiestrierzentrum

Das Feldreben-Areal wird sinnvoll zwischengenutzt

Michael Nittnaus
Das Feldreben-Areal

Das Feldreben-Areal

Gut, dass Baselland und Muttenz dem Bund das ehemaligen Deponie-Areal für ein Flüchtlingszentrum zur Verfügung stellen. Wichtig, dass das Gefahrenpotenzial des Areals abgeklärt wurde. Wichtig aber auch, dass die Nutzung beschränkt ist.

Das Feldreben-Areal in Muttenz ist seit Jahren ein Ärgernis. Die Sanierungspläne der ehemaligen Deponie sind kurz vor dem Durchbruch gescheitert. Das trostlose Bild der leerstehenden Lagerhallen würde die Gemeinde noch über Jahre prägen. Dass die Baselbieter Regierung in Absprache mit dem Gemeinderat nun das Areal dem Bund für ein temporäres Registrierzentrum für Flüchtlinge zur Verfügung stellt, ist daher zu begrüssen.

Der seit Monaten zunehmende Flüchtlingsdruck auf die Schweiz braucht aussergewöhnliche Projekte wie dieses. Baselland wird damit zum Pionier. Dass sämtliche Asylgesuche der Nordwestschweiz künftig in einem Zentrum bearbeitet werden, macht Sinn.

Die Dimensionen mögen aufschrecken: Geplant für vorderhand 500 Flüchtlinge, soll das Registrierzentrum bei Bedarf bis zu 900 Plätze bieten. Bestimmt wird auch Kritik laut werden, dass Flüchtlinge ausgerechnet auf einer ehemaligen Deponie beherbergt werden, obschon das Gelände im heutigen Zustand oberirdisch sicher und für die Flüchtlinge sowie die 40 Angestellten des Staatssekretariats für Migration gesundheitlich unbedenklich ist.

Doch es spricht Bände, dass dort nur oberflächlich gebaut und der Teerbelag nicht aufgerissen werden darf. Feldreben bleibt ein Ärgernis. Immerhin wird der Platz bis zur Sanierung jetzt sinnvoll zwischengenutzt.

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