Telebasel-Umstrukturierung

Breaking News: Das gibt Ärger

Telebasel will in Zukunft mehr auf Onlinepräsenz setzen. (Archiv)

Telebasel will in Zukunft mehr auf Onlinepräsenz setzen. (Archiv)

Telebasel will zukünftig nur noch eine Stunde täglich redaktionell produzierte Sendungen ausstrahlen an Stelle der bisherigen zwei Stunden. Dafür soll die Onlineplattform ausgebaut werden. Ein risikoreiches Unterfangen.

Telebasel will umstrukturieren. So weit, so bekannt. Seit Willy Surbeck den Sender verlassen hat und Karin Müller die Chefredaktion übernommen hat, wird hinter den Kulissen der grosse Umbruch geplant. Stimmen die Angaben der «Basler Zeitung», dann plant Telebasel seine Zukunft vor allem im Internet. Und, ganz im Stil der Radiowelt, aus der Karin Müller stammt, mit Kurzfutter. Das Ziel: einen neuen Kanal für die Verbreitung von Inhalten und von Werbung zu schaffen.

Und genau das wird unter Garantie Ärger geben. Denn die Schweizer Verleger wehren sich dagegen, dass gebührenfinanzierte Medienunternehmen, wie die SRG und neuerdings auch die Regionalfernsehsender ihnen im Internet die Werbegelder abspenstig machen. Ihr Argument: Der Wettbewerb wird komplett verzerrt, wenn mit den Gebührengeldern die Werbekosten sozusagen subventioniert werden, die Sender ihre Werbeplätze also billiger verkaufen können.

Im Internet treffen nämlich die privatwirtschaftlich funktionierenden und die staatlich unterstützten Medien so unmittelbar als Konkurrenten aufeinander wie sonst nirgends. Telebasel wird also eine Situation erwachsen, die es so noch nicht kannte: Es bekommt direkte regionale Konkurrenz im selben Markt um dieselbe Art Werbung.

Was die Änderungen für das Programm heissen, das weiss man erst dann, wenn sie wirklich bekannt und nicht nur gerüchteweise gestreut sind. Eines aber ist klar: Das Alleinstellungsmerkmal regionaler Medien sind die regionalen Inhalte. Und da sollte man nicht sparen, sondern investieren.

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