Das Anliegen von SP-Grossrätin Kerstin Wenk ist sicher ehrenhaft, den neu entstandenen Hilfsorganisationen für Flüchtlinge zur Seite zu stehen. Doch der Weg, den sie einschlägt, ist komplett der falsche. Sie will die Koordinationsstelle Asyl aufstocken und die neuen Staatsangestellten sollen dann den Helfenden Hilfe anbieten.

Nun braucht man es nicht gerade mit Nobelpreisträger Milton Friedman halten, der einst befand, die staatliche Lösung für ein Problem sei meist noch schlimmer als das Problem selbst. Aber wenn es kein Problem gibt, dann braucht es ganz gewiss keinen staatlichen Eingriff. Und schon gar keine neuen Staatsangestellten, die sich um das Nichtproblem kümmern.

Denn Organisationen wie «Basel hilft mit» wollen nicht vom Staat betreut werden. Sie funktionieren blendend. Sie sind gewachsene Basisbewegungen, «Grassroots-Movements» im Fachjargon. Menschen arbeiten in ihrer Freizeit und ehrenamtlich beim Sammeln, Sortieren, Verpacken und Transportieren von Sachspenden. Sie betreuen Flüchtlinge hier und im Ausland. Sie tun das, was die Staaten Europas, inklusive der Kantone der Schweiz, nicht oder viel zu wenig tun. Und wenn sie etwas brauchen sollten, werden sie sich sicher melden.

Wenn der Kanton eine Aufgabe hat, ist es jene, sich darauf vorzubereiten, dass eines Tages Abertausende Flüchtlinge bei uns vor der Türe stehen. Denn deren Routen ändern sich blitzschnell, wie die letzten Wochen zeigten. Hier ist noch viel zu tun. Es braucht keine Beschäftigungstherapien und Stellenbeschaffungsmassnahmen.