Wahlen im Elsass

Gute Nachricht für die trinationale Region

Die trinationale Region Basel ist hoch verflochten. Die gelborangen Häuser im Vordergrund sind das Weiler Rheincenter, die Dreiländerbrücke führt von dort nach Huningue, rechts von der Dreirosenbrücke sieht man den Novartis Campus. (Symbolbild)

Die trinationale Region Basel ist hoch verflochten. Die gelborangen Häuser im Vordergrund sind das Weiler Rheincenter, die Dreiländerbrücke führt von dort nach Huningue, rechts von der Dreirosenbrücke sieht man den Novartis Campus. (Symbolbild)

Der Wahlsieg des bürgerlichen Elsässers Philippe Richert ist eine gute Nachricht für Basel. Denn ein Sieg der Front National hätte viele grenzübergreifenden Projekte ins Stocken gebracht.

Nicht auszudenken, was ein Sieg des nationalistischen, rechtspopulistischen Front National für die Kooperation am Oberrhein und für die trinationale Region Basel bedeutet hätte. Grenzübergreifende Ausbildungsgänge, Forschungsprojekte und die Zusammenarbeit der Universitäten mit ihrem anspruchsvollen Vorhaben European Campus wären mit dem FN mit Sicherheit ins Stocken geraten – zumal viele Projekte überhaupt erst mit Geldern der vom FN hart kritisierten EU zustande kommen.

Der Wahlsieg des bürgerlichen Elsässers Philippe Richert ist somit eine gute Nachricht für Basel. Er hat sich schon in der Vergangenheit mit Nachdruck für eine Lösung im Steuerstreit um den Euro-Airport eingesetzt und hat viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Diese will er fortsetzen, hat Richert am Montag erklärt.

Der Wahlsieg von Richert ist nur mit Unterstützung von linken, grünen und regionalistischen Wählern ermöglicht worden, die den FN verhindern wollten, ohne Anhänger von Richert zu sein. Insofern ist der neue bürgerliche Präsident der Grossregion auch ihnen verpflichtet und sollte eine breit abgestützte Politik machen.

Richert hat zwar am Sonntag mit zwölf Prozentpunkten Vorsprung gesiegt. Nicht vergessen gehen aber darf, dass der FN mit seinen 36,1 Prozent in der neuen Region zu einer festen Grösse geworden ist, deren Wähler, und die werden stetig mehr, von seinen Werten überzeugt sind. Anderthalb Jahre bleiben, um durch eine konsequente, nicht abgehobene Politik, den Zuwachs des FN und somit eine französische Staatspräsidentin Marine Le Pen zu verhindern.

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