Mit diesem Gemeindestrukturengesetz schafft der Kanton die Grundlagen für das, was die Gemeinden schon so lange fordern. Wer fordert, muss aber auch bereit sein, etwas zu leisten. Jetzt haben die Gemeinden die Gelegenheit, zu beweisen, dass sie ihre Angelegenheiten selbst regeln können. Können sie sich nicht zu Kompromissen zusammenraufen, bleibt die Macht beim Kanton.

Die Birsstadt macht es vor. Schon seit gut zehn Jahren arbeiten in deren Rahmen zuerst sechs, heute acht Gemeinden zusammen, seit kurzem auch als Zweckverband. Spricht man mit den Gemeindepräsidenten der teilnehmenden Ortschaften, hört man auch dort, dass die Zusammenarbeit nicht immer einfach war. Während die Plattform Leimental Plus nun an den ersten Schwierigkeiten bereits zu scheitern droht, haben sich die Birsstädter aber noch immer zusammengerauft.

Zugegeben: Eine solche Feuerprobe wie es die Elba-Debatte für die Plattform Leimental Plus war, gab es bei der Birsstadt wohl nie. Gerade deshalb darf man im Leimental den Rückschlag auch nicht zu hoch bewerten. Stattdessen sollten sich die Gemeinden jetzt erst Recht auf ihre Gemeinsamkeiten besinnen. Die wichtigste liegt auf der Hand: Sie alle wollen mehr Gemeindeautonomie. Dafür lohnt es sich doch bestimmt, auch einmal zurückzustecken?