Schreib doch etwas über die Fasnacht! So lautete der gut gemeinte Ratschlag von meinem Copain, dem Unggle Sam. Und auch mein Myggeli liegt mir schon länger in den Ohre, mal eine Reveränz für die Pfyffer und Ruesser dieser Stadt zu schreiben, nur etwas kleines, ein Mimpfeli, ein Läggerli.

Nur: Schreibtechnisch bin ich nicht so der Düsefääger und in der Clique laufe ich im Rang eines Querpfyffers. Sich hier für ein paar alte Schweizer zum Hofnaar zu machen, dazu bräuchte ich mindestens einen Calvados, Whisky Soda oder wenigstens einen Boccalino guten Wallisers oder auch Vaudois’. Alleine schon der Gedanke, sich sans-gêne an diesen heissen Tango zu wagen, ohne Mätzli, lässt mir den Schweiss kalt in die Ammedyysli fahren.

Es ist ja nicht so, dass die Fasnacht verzeihend wäre, gar nicht, nur allzu schnell ist man als Glunggi, Durlibbs und Luuser verschrieen, wenn man nur ein Nunnefirzli davon abweicht, wie schon die alten Römer über die Fasnacht geschrieben haben. Da legen sich Rünzeli auf das Gesicht von jenen, die da im Dalbeloch auf dem Canapé sitzen. Wären sie Lehrer, gäbs wohl einen Dreier (wenn nicht noch einen mit dem Schleegel auf die Hand, zum Gugger!).

Ich spüre auch jetzt schon, das wird kein Festspiel werden, der Chef pfeift mich zur Retraite, die Speezi hier zeigen mir den Lälli und die Spiritus Rectoris der Fasnacht, wie etwa der alt Frank Baur und alle anderen Bebbi kriegen einen Gluggsi ab diesem Geschreibsel. Kein Sagg lacht.

Doch immerhin, ich bin am Ende von diesem Naarrepfiff. Mein Ständeli hat für die meisten sowieso nur arabisch geklungen. Jetzt geh ich heim, Morgestraich ist wieder früh Tagwacht.

benjamin.rosch@bzbasel.ch