Eine Zeit lang war es wirklich wie verhext. Begonnen hatte es 1988, als wenige Tage nach unserer Rückkehr von Kreta die Fluggesellschaft Point Air in Konkurs ging. Es war einer der ersten Billigflieger, flog ab Basel-Mulhouse und war überhaupt sehr interessant: Gegründet wurde sie von Maurice Freund, einem Drittwelt-Freak, der günstige Flüge nach Zentralafrika anbot – mit entwicklungspolitischen Hintergedanken. Er legte sich mit der grossen Air France an. Das konnte nicht gut gehen. Nach acht Jahren war Schluss. Der Luftverkehr war damals noch nicht liberalisiert. 1991 kamen wir ebenfalls aus Griechenland zurück, mit der belgischen Trans European Airways, TEA. Wenige Wochen später: Grounding.

TEA Switzerland überlebte, aber nicht lange. 1998 kehrte ich mit ihr von Malaga zurück. Wenige Wochen später war die Firma von der Bildfläche verschwunden. Bei Swissair dauerte es etwas länger von meinem letzten Flug bis zum letzten Flug der Gesellschaft. Nämlich vier Monate. Das Ende hatte sich freilich abgezeichnet.

Die Liste liesse sich verlängern. Jetzt war 15 Jahre Ruhe, bis kürzlich. Da hat es die österreichische Intersky erwischt, wenige Wochen nach meinem Flug. Schade, denn das Produkt war vollkommen gut, die Verbindung für unsere Zwecke sehr praktisch. Intersky flog unter anderem von Zürich nach Elba, eine Nischendestination, und das zu vertretbaren Preisen.

Und nun habe ich wieder gebucht, bei der Konkurrenz, die etwa 50 Prozent teurer ist. Hoffentlich gibt es die Gesellschaft noch, im Herbst. Es wäre übrigens das erste Mal, dass ich Geld verlieren würde.