Es ist Sonntagnachmittag, meine Schwester und ich sind rechtzeitig am Flughafen London Gatwick, um nach einem Familienbesuch wieder nach Hause zu fliegen. Wir müssen feststellen, dass unser Flug ausfällt. Ein Grund wird nicht genannt, Easyjet bietet einen Flug am Dienstagmorgen an. Das ist keine Option, schliesslich müssen wir morgen arbeiten. Also verlangen wir unser Geld zurück und durchstöbern das Internet: Swiss fliegt wenige Stunden später von London City nach Zürich. Ein teurer Spass, aber wir buchen zwei Tickets.

«Nie mehr fliege ich mit Easyjet», schwöre ich, während der Uber-Fahrer durch den Grossstadtverkehr rast. «Mit Swiss wäre das nicht geschehen», ärgert sich meine Schwester. Wir überfahren knapp eine rote Ampel, sind viel zu schnell unterwegs. Ich tippe fünf Sterne in die Uber-App.

Der Fahrer schafft es, uns rechtzeitig zum Flughafen London City zu bringen. Doch dort wartet schon die nächste Hiobsbotschaft: Der Flug ist überbucht. 20 Personen haben ein Ticket, das man ihnen nicht hätte verkaufen sollen. Auch dieser Flug wird uns nicht nach Hause bringen.

Nach stundenlangem Warten erfahren wir, dass wir am Montagmorgen abreisen können. Ein Taxi bringt uns in ein Hotel am Flughafen. Aber nicht etwa an dem Flughafen, in dem wir uns befinden. Wir fahren nach Heathrow – dort, 125 Kilometer von Gatwick entfernt, startet der dritte Flug.