Sprechstunde

Beinschmerzen und was dahinter stecken kann

(Symbolbild)

Wichtigster Bestandteil der Behandlung der Schaufensterkrankheit ist das regelmässige Gehtraining.

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Die «Sprechstunde» wird vom Kantonsspital Baselland und dem Universitätsspital Basel bestritten. Sie erscheint alle zwei Wochen.

«Was muss ich mir unter der Schaufensterkrankheit vorstellen?»

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Durch Kalkablagerungen (Arteriosklerose) kann es zu einer Verengung oder Verstopfung der Arterien kommen. Bei körperlicher Anstrengung wie zum Beispiel beim Gehen erhalten die Muskeln entsprechend zu wenig Blut und damit auch zu wenig Sauerstoff. Dabei treten häufig krampfartige Muskelschmerzen in der Wade auf. Die betroffenen Personen müssen immer wieder stehen bleiben, ähnlich wie bei einem Schaufensterbummel. Deshalb spricht man von der Schaufensterkrankheit.

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«Ist diese Krankheit gefährlich und wie wird sie festgestellt?»

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Es ist eine Krankheit, welche man ernst nehmen sollte. Speziell betroffen sind Raucher. Aber auch andere Risikofaktoren für Gefässerkrankungen wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Zuckerkrankheit spielen eine Rolle. Die allgemeine Lebenserwartung wird durch die Schaufensterkrankheit um etwa zehn Jahre vermindert. Es ist daher sehr wichtig, davon Kenntnis zu haben und die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten zu kennen. Die Abklärung selbst ist einfach und schmerzlos. Es wird der Blutdruck im Bereiche der Füsse gemessen und falls notwendig, können zusätzlich die Gefässe problemlos mittels Ultraschall genauer beurteilt werden.

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«Wie sieht die Behandlung aus?»

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Wichtigster Bestandteil der Behandlung der Schaufensterkrankheit ist das regelmässige Gehtraining. Durch die körperliche Aktivität werden neue Blutgefässe gebildet. Damit können die Beschwerden häufig verbessert werden. Gleichzeitig müssen alle Risikofaktoren optimal eingestellt werden. Das heisst allenfalls Rauchentwöhnung und die Anpassung der Medikamente. Reicht dies nicht aus, kann in einem zweiten Schritt mittels Ballondilatation oder einer Bypassoperation die Situation in aller Regel gebessert werden.

 

*Facharzt Allgemeine Innere Medizin und Angiologie FMH. Stv. Chefarzt Medizinische Universitätsklinik des Kantonsspitals Baselland

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