Das «Auslaufmodell» wird für die Baselbieter Verkehrsdirektorin Sabine Pegoraro zum Bumerang. Die Regierung hat eingesehen, dass jeder Angriff auf das U-Abo einem Frevel gleicht und zum Scheitern verurteilt ist.

Dass sie dies nicht offen kommuniziert, sondern in den Tiefen des umfangreichen öV-Leistungsauftrags 2018 bis 2021 versteckt, dürfte aus Rücksicht auf Pegoraro geschehen sein. Die politisch angeschlagene Regierungsrätin ist derzeit rekonvaleszent.

Die Streichung der U-Abo-Subventionen kam von Anfang an einem Himmelfahrtskommando gleich. Auch unter immensem Spardruck stehend, hätte man sich die Übung gleich sparen können.

Nun muss die Regierung – und geht es nach SVP-Präsident Oskar Kämpfer vor allem Pegoraro – die 15,4 Millionen Franken andernorts wegstreichen. Eine schier unmögliche Aufgabe, wie das (geplante) Aus des Läuferfingerlis zeigt: Der Spareffekt liegt gerade einmal bei 750'000 Franken pro Jahr.

Realistischerweise bleiben eigentlich nur drastische Einschnitte beim Strassenbau übrig. Das aber weckt neuen Widerstand, von anderer, automobiler Seite. Pegoraro, derzeit vertreten durch Sicherheitsdirektor Isaac Reber, hat mit ihrer Attacke auf das U-Abo nichts erreicht – ausser noch mehr Konfusion bei noch weniger Zeit.