Zwar ist an der Synode der Baselbieter Katholiken am Mittwochabend der ganz grosse Knall ausgeblieben. Dennoch kann der Landeskirchenrat um Präsident Ivo Corvini nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die nicht abgesprochene Kündigung der gemeinsam mit Basel geführten Fachstelle Katholisch BL.BS hat das Vertrauen zwischen einem Grossteil der pastoralen Vertreter – inklusive Bischof Felix Gmür – und dem Landeskirchenrat heftigst beschädigt.

Auf die Schliessung der Fachstelle soll eine Neukonzeption folgen – unter der Mitarbeit pastoraler Gremien. Nur: Wie soll das gehen, wenn das Verhältnis dermassen zerrüttet ist, dass destruktives Verhalten die Kommunikation zwischen den zwei Ebenen prägt?

Der Landeskirchenrat wäre gut beraten, einen Schritt auf die brüskierten Pastoralvertreter zuzugehen. Das liegt auch in seinem eigenen Interesse. Gelingt es ihm nicht, das beschädigte Vertrauen wiederherzustellen, dürfte ihm dies künftig bei so manch anderem Geschäft in der Kirche in der Quere stehen.