Apropos

Blühende Rosen im November: Ist das noch normal?

Bilder der Überschwemmungen in Venedig bringen einen ins Grübeln über die Klimaerwärmung.

Bilder der Überschwemmungen in Venedig bringen einen ins Grübeln über die Klimaerwärmung.

Angesichts der blühenden Rosen, jetzt im November, gerät die Autorin ins Sinnieren. Angestachelt durch Bilder vom Hochwasser in Venedig und angeheizt durch Berichte über Anstieg und Erwärmung der Meere.

Die Rosen im Garten blühen noch, ihre Knöpfe öffnen sich zwar langsam, aber stetig. Wunderbar. Aber ich frage mich: Ist das normal, jetzt, Mitte November?

Ebenso bei den fröhlich weiterwuchernden Salbei und Rosmarin. Oder im Wald, wo die Bäume ihr Laub nur zögerlich abwerfen und Büsche grün der Jahreszeit trötzeln. Ist das noch normal, nur dem Wetter geschuldet oder doch eine Auswirkung der Klimaerwärmung?

Bei meiner Fragerei an mich selber merke ich, dass ich eigentlich gar nichts weiss. Aber ich sehe die Bilder von Venedig, lese von der Dürre in Afrika, von Orkanen in unvorstellbarer Stärke, dass der Meeresspiegel im 21. Jahrhundert um ein bis zwei Meter steigen wird und die Nordsee sich bereits ein bis zwei Grad erwärmt hat.

Ich bange um die Gletscher, und bei den Bildern und Fakten über die Arktis-Schmelze packt mich das kalte, nein, das heisse Grausen. Ich schaue mir die Rosen an. Schön sind sie. Aber beruhigender wäre, sie präsentierten sich im kahlen Wintermodus.

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