Die Basler Regierung handelt im Umgang mit dem komplizierten Bewilligungsverfahren für Zwischennutzungen wie die beiden Beamten aus einem Comic-Strip, den ich in irgendeiner Gratiszeitung einmal gelesen haben muss. Dort stürmt ein Beamter ins Büro seines Vorgesetzten und sagt: «Wir haben ein Problem.» Der Chef fragt zurück: «Lässt es sich mit Geld lösen?» «Ja», sagt der Beamte. «Dann haben wir ja doch kein Problem.»

Es ist ein ziemlich flacher Witz, und eigentlich ist er überhaupt nicht witzig. Denn das gemäss Basler Verwaltung pragmatische Vorgehen bei den Zwischennutzern zeigt, wie gefangen selbst die mächtige Regierung im stetig wachsenden Gesetzes-Dschungel ist. Wenn der einzige Ausweg ist, Antragsstellern Geld zu geben, damit diese Architekten beauftragen können, die Gesuche verfassen, die den Ansprüchen der Verwaltung genügen, ist das tragisch.

Dass nicht ganze Gesetzesartikel angepasst werden können, um Einzelfälle wie Zwischennutzungen zu vereinfachen, ist dabei sogar noch irgendwie verständlich. Wenn es tatsächlich billiger ist, die Zwischennutzer jährlich mit einigen zehntausend Franken professionell durch das Bewilligungslabyrinth navigieren zu lassen, dann kann diese Lösung tatsächlich pragmatisch genannt werden. Aber den Kern des Problems trifft sie nicht.

Dieser Kern ist die Macht der Gesetze mit ihren Verordnungen und Unterverordnungen, die den gesunden Menschenverstand lähmen. Die verunmöglichen, dass selbst die höchsten Volksvertreter auch einmal sagen können: Da drücken wir ein Auge zu. Es ist ja nur für ein paar Monate. Und ob diese Ritze im Dach nun mit Silikon geschlossen wird oder mit Gaffer-Tape, ist doch eigentlich auch irgendwie egal.