Das stimmt nicht gerade zuversichtlich. Während sowohl die Basler Museen als auch Grossratskommissionen zum wiederholten Male Alarm schlagen, redet das Präsidialdepartement die Probleme jeweils klein. Herausforderungen könnten auch als Chancen betrachtet werden, betonen Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und ihre beiden neuen Kulturchefinnen. Und von einer Museums-Krise sei keine Rede. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Immer sind es das Parlament oder die Medien, die Probleme aufdecken. Das Präsidialdepartement aber schweigt am liebsten. Dieses Mal war es die Bildungs- und Kulturkommission, die darauf hinweist, dass mitnichten einzig das Kunstmuseum in finanzielle Schieflage geraten ist. Auch dem Historischen Museum drohen rote Zahlen. Es muss nun ein schmerzhaftes Sparpaket schnüren. Vom Präsidialdepartement war dazu bisher nie etwas zu hören – und das, obwohl der Grosse Rat seit Wochen das Budget 2018 berät.

Schönfärberei und Verschweigen müssen endlich ein Ende haben. Sie sorgen einzig für Verunsicherung und Spekulationen. Auch ist im Parlament immer mehr Misstrauen zu spüren. Ergo: Ackermann tut sich selber keinen Gefallen. Die Probleme müssen nun rasch analysiert und schonungslos benannt werden. Die neue Regierungspräsidentin hat erste Schritte bereits angekündigt. Sie ist es denn auch nicht, welche die vielen Probleme rund um die Basler Museen verschuldet hat. Mit jedem Tag, den sie verstreichen lässt, trägt sie aber einen grösseren Teil der Verantwortung.