Es ist verständlich. Gerade ländliche Gemeinden haben ein Interesse daran, über möglichst viel freies Bauland zu verfügen. Weil nur selten steuerkräftige Firmen angesiedelt sind, hoffen sie zumindest auf Neuzuzüger. Das aber bringt auch negative Folgen mit sich: Immer mehr Grünfläche wird zubetoniert, die Verkehrsströme nehmen zu.

Das ist nicht im Sinn der Bevölkerung. Das neue Raumplanungsgesetz hat daher vorab ein Ziel: die Zersiedelung stoppen. Es ist an den Kantonen, dafür zu sorgen, dass die Gemeinden diese Vorgaben einhalten. Das hat Baselland bis heute verpasst. Schulterzuckend zu erklären, die Gemeinden hätten Rückzonungen eben stets abgelehnt, reicht nicht. Der Kanton muss sich durchsetzen. Seien es Heimkosten oder die Schliessung von Polizeiposten – bei seinen Zentralisierungstendenzen hat er sich bisher auch nicht davor gescheut.